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Meerbusch
Messestandort Meerbusch kommt in Mode

Meerbusch: Messestandort Meerbusch kommt in Mode
Modemessen, aber auch viele andere Schauen finden im nächsten Jahr in den Hallen des Areals Böhler an der Stadtgrenze von Meerbusch und Düsseldorf statt. FOTO: Andreas Bretz
Meerbusch. Die Eventhallen auf dem Areal Böhler werden im nächsten Jahr so viele Ausstellungen und Schauen beherbergen wie noch nie. Rund 30.000 Besucher werden allein zum Food-Festival im Oktober erwartet. Von Monika Götz und Anke Kronemeyer

Im auslaufenden Jahr wurden bei Messe- und Event-Terminen auf dem Areal Böhler rund 150.000 Gäste gezählt. "2016 rechnen wir mit einer noch höheren Besucherzahl", sagt Patric Gellenbeck. Er ist für die Locations auf dem historischen Industriegelände zuständig und rechnet mit einem stetigen Zuwachs an Messe-Veranstaltungen.

Bereits etabliert haben sich unter anderem die TrauDich, Rheingolf und Neocom, der Cabrio- und Sportscar Salon. 2016 kommen weitere dazu, darunter mit der Eat&Style Deutschlands größtes Food-Festival, das nach zehn Jahren vom Standort Köln ins Areal Böhler einzieht. "Der Umzug auf das Gelände an der Stadtgrenze Düsseldorf-Meerbusch bedeutet für uns eine strategische Weiterentwicklung," so Benjamin Kolthoff vom Veranstalter Fleet Events aus Hamburg. In Köln waren an den drei Festivaltagen 30.000 Besucher gezählt worden. "Die hoffen wir natürlich auch auf dem Böhler Areal wieder begrüßen zu können."

Wirtschaftsförderin Heike Reiß sieht die gesamte Entwicklung auf dem Areal positiv: "Meerbusch als Messestandort - das heißt für uns weltweites Standortmarketing. Der Name Meerbusch wird durch die Messen in die ganze Welt getragen." Dabei spielen die Mode-Präsentationen eine besondere Rolle.

Nachdem das Modenschauen-Konzept Platform Fashion im Sommer 2015 auf das Areal Böhler gezogen ist, finden während der kommenden CPD auch die Messeplattformen Gallery und Red Carpet dort statt. "Damit wird das Areal Böhler zu einer wichtigen Anlaufstelle während der CPD Ordertage", betont Uwe Kerkmann, Wirtschaftsförderer Düsseldorf und Pressesprecher Fashion Net. Er lobt die großzügigen und modernen Flächen am Meerbuscher Standort: "Sie bieten nicht nur viel Raum für die aktuellen Kollektionen, sondern auch für neue und kreative Konzepte - so etwa zu den Themen Fair Fashion oder Start-Ups in der Modebranche."

Mit dem Umzug auf das Areal Böhler können die Verantwortlichen der zunehmenden Nachfrage seitens der Mode-Branche nach dem Standort am Rhein nachkommen. "Die Ansprüche steigen. Wir haben lange nach einer entsprechenden Location gesucht und sind sicher, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in diese grandiose, auf hohem Niveau fashionaffine Kulisse zu gehen", erklärt Ulrike Kähler, Igedo-Projektleitung. Davon seien auch Partner, Aussteller und Kunden überzeugt. Sie verspricht sich mit dem Umzug eine Win-Win-Situation: "Für dieses große Projekt haben wir mit einem langfristigen Vertrag alle Hallen angemietet. Damit sind wir für das Areal Böhler ein wichtiger Kunde."

Das Industrie-Ambiente bilde den idealen Rahmen für die Präsentation des auf 700 Labels erweiterten Gallery-Portfolios mit neuen Segmenten wie hochwertig-nachhaltiger Mode oder Fast-Fashion für schnelle Produktion und kurzfristige Orderzeiten. Der Weg von der Landeshauptstadt über den Rhein ist mit Fashion Net Shuttles, zwölf Fahrzeugen des Gallery-Express sowie eine Kooperation mit der Rheinbahn geregelt.

Uwe Kerkmann ist überzeugt, dass die neue Location auf das CPD-Fachpublikum inspirierend wirkt und Synergien frei setzt. Er und Ulrike Kähler sind sicher: "Wenn die einzelnen Formate angenommen werden, wird sich der neue Standort für Modeevents etablieren." Heike Reiß erinnert an die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen für Meerbusch: "Die auf dem Areal Böhler angebotenen Dienstleister profitieren ebenso davon wie Hotels, Gastronomie, Catering, der Einzelhandel sowie auch Taxi-Unternehmen, Sicherheitsfirmen, Messebauer, Agenturen oder ähnliche. Und wir als Stadt nutzen die Messen, um den Bekanntheitsgrad zu steigern."

Die Mode-Events werden Einkäufer aus 31 Nationen nach Meerbusch locken und bei den weiteren Messeveranstaltungen wird ebenfalls mit hoher internationaler Beteiligung gerechnet.

Quelle: RP
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