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Meerbusch
Müll-Menge sinkt - trotz gestiegener Einwohnerzahl

Meerbusch. Meerbusch hat im vergangenen Jahr 322 neue Einwohner bekommen. Alle zusammen haben aber nicht mehr, sondern weniger Abfall produziert: Das geht aus der "Übersicht zum Abfallaufkommen" hervor, die im nächsten Bau- und Umweltausschuss (22. Juni, 17 Uhr, Bürgerhaus Lank) erläutert wird.

Demnach ist die Gesamtabfallmenge im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 um 407 Tonnen und 10,6 Kilogramm pro Einwohner (- 1,4 Prozent) gesunken. Die Einwohnerzahl stieg in dem Zeitraum laut Angaben des Landesamts für Datenverarbeitung und Statistik von 54.477 auf 54.799.

Die Meerbuscher haben in vier Punkten weniger Müll verursacht: beim Restabfall (- 1,0 Prozent, - 105 Tonnen, - 3,0 Kilo/Einwohner), beim Bioabfall (- 7,7 Prozent, - 532 Tonnen, - 10,4 Kilo/Einwohner), beim Grünabfall (- 9,8 Prozent, - 189 Tonnen, - 3,7 Kilo/Einwohner) sowie beim Altpapier (- 2,3 Prozent, - 96 Tonnen, - 2,2 Kilo/Einwohner). Gestiegen ist das Abfallaufkommen dagegen beim Sperrgut (+ 3,0 Prozent, + 61 Tonnen, + 0,9 Kilo/Einwohner), bei den Leichtverpackungen (+ 1,2 Prozent, + 21 Tonnen, + 0,2 Kilo/Einwohner), beim Altglas (+ 35,3 Prozent, + 406 Tonnen, + 7,3 Kilo/Einwohner) sowie bei den Schadstoffen (+ 7,5 Prozent, + 3 Tonnen, + 0,05 Kilo/Einwohner) und den Altkleidern (+ 10,9 Prozent, + 24 Tonnen, + 0,5 Kilo/Einwohner). Nicht verändert haben sich Abfallaufmengen beim Elektroschrott, es bleibt bei 269 Tonnen. Vor allem das niedrige Restabfallaufkommen wird als positiv bewertet. Restabfall ist all jener Müll, der nicht weiter verwertet werden kann. In Meerbusch liege er um 13,5 Prozent unter dem Kreisdurchschnitt, heißt es in der Vorlage. Beim Bio- und Grünabfall, Altpapier und Elektroschrott liege Meerbusch dagegen erheblich über dem Kreisdurchschnitt. Die Mengen bei Bio- und Grünabfall seien stark witterungsabhängig. Wegen des Pfingststurms Ela seien 2014 über Biotonne, Grünbündelsammlung und Wertstoffhof erheblich mehr kompostierbare Abfälle als 2013 eingesammelt worden. Im vergangenen Jahr sank die Zahl wieder.

81 Prozent der Gesamt-Abfallmenge bestehen aus den Abfällen, die auf dem Wertstoffhof angenommenen werden: Grünabfall, Sperrgut, Papier oder Elektroschrott.

(ak)
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