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Meerbusch
Müllberge in Meerbusch wachsen

Meerbusch: Müllberge in Meerbusch wachsen
Immer mehr Müll landet in den Tonnen der Meerbuscher Haushalte. FOTO: Duester/Profipress
Meerbusch. Die Einwohner der Stadt haben im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt sechs Kilogramm mehr Müll produziert. Spitzenreiter sind die Meerbuscher vor allem beim Verpackungsmüll. Von Lisa Kreuzmann

326 Tonnen mehr Müll haben die Meerbuscher im vergangenen Jahr verursacht. Das geht aus der aktuellen Abfallstatistik hervor, über die die Politiker im nächsten Bau- und Umweltausschuss (Mittwoch, 14. Juni, ab 17 Uhr im Bürgerhaus in Lank, Wittenberger Straße) informieren werden. Diese Müllmenge entspricht in etwa acht Lastkraftwagen-Ladungen voller Müll, die in der Stadt 2016 zusätzlich angefallen sind. Die Gesamtmenge ist auf 28.724 Tonnen Müll angewachsen. Pro Einwohner entspricht das einem Anstieg um sechs Kilogramm (+ 1,2 Prozent).

Im Vergleich zum Rhein-Kreis Neuss schneidet Meerbusch zumindest beim Restmüll aber noch ganz gut ab. Meerbusch hat mit 187,4 Kilogramm produziertem Restmüll pro Einwohner das viertniedrigste Pro-Kopf-Aufkommen im Kreis.

Das Abfalleinkommen pro Einwohner ist nach aktuellem Stand jedoch vielmehr eine Tendenz als eine verlässliche Angabe, da mit der Einwohnerzahl vom vergangenen Stichtag Ende Juni 2015 gerechnet werden musste. Die aktuelle Zahl vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW liege noch nicht vor, heißt bei der Stadt.

Klar aber ist: In der grünen Stadt Meerbusch wird vor allem Grün- und Biomüll produziert. Zwar war die Gesamtmenge an Grünabfällen in der Stadt in den Vorjahren schon deutlich höher, mit 1824 Tonnen Grünabfällen und 6443 Tonnen Biomüll liegt Meerbusch allerdings deutlich über dem Kreisschnitt.

Leicht über dem Durchschnitt liegt die Stadt auch bei den Leichtverpackungen, die im Vergleich zum Vorjahr zusammen mit den Grünabfällen am deutlichsten angestiegen sind. Leichtverpackungen sind Materialien, die in Deutschland in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack gehören, also hauptsächlich Weißblech, Aluminium, Verbunde auf Papierbasis und Kunststoffe. Joghurtbecher, Tetrapaks, Konserven. Also auch diejenigen Materialen, die besonders aufwendig recycelt werden müssen. Das Sortieren und Aufbereiten von Kunststoffen etwa ist aufwendig und teuer. 33,3 Kilogramm Verpackungsmüll hat der Meerbuscher im Schnitt im Jahr 2016 produziert. Das sind 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Insgesamt ist der Verpackungsmüll in der Stadt mit 77 Tonnen um 4,4 Prozent gewachsen.

Und auch beim Altpapier, Altglas und Elektroschrott liegen die Meerbuscher über den Kreisschnitt. Zumindest mit in den blauen Tonnen eingesammelten Altpapier (41 Prozent) aber, das privatwirtschaftlich verwertet wird, werden die Abfallgebühren der Stadt nicht in die Höhe getrieben.

Quelle: RP
 
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