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Meerbusch
Nach Protesten: Kemper Allee wird nicht umgebaut

Meerbusch. Anwohner kritisierten die geplante Baumfällungen. Von Falk Janning

Die Kemper Allee in Lank-Latum bleibt wie sie ist. Nach den Protesten vieler Anwohner und der Umweltschützer vom BUND beschlossen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses am Mittwochabend, die Pläne zum radikalen Umbau der Straße fallenzulassen. Die Bürgervertreter folgten dabei einstimmig einem Vorschlag von Franz Jürgens. "Die CDU ist zu dem Schluss gekommen, alle Bäume so zu belassen und auch die Bushaltestelle nicht zu bauen", sagte der Lanker Christdemokrat.

Die Planer der Stadt hatten ursprünglich vorgesehen, die Straße zu verbreitern, eine Querungshilfe und eine Bushaltestelle zu bauen. Dafür hätte die Straße verschwenkt werden müssen. Dem wäre eine Reihe von Bäumen zum Opfer gefallen. Ursprünglich war angedacht, im Zuge des Umbaus die Zahl der erst vor zehn Jahren gepflanzten Bäume von 45 auf neun zu reduzieren. Das brachte die Lanker auf die Palme. Peter Sitzen, Sprecher der Anwohner, nannte das einen "Baumfrevel".

Erleichtert seien er und seine Nachbarn dann gewesen, als bekannt wurde, dass die Verwaltung von ihren ursprünglichen Vorhaben abwich und statt neun nun 34 Bäume stehen lassen wollte. Den Bau der Haltestelle fand er aber in jedem Falle "völlig unsinnig".

Für die Schulkinder sei es doch ideal, wie der Bus jetzt halte, nämlich unmittelbar vor dem Eingang zum Schulhof, sagte Sitzen. "Die Jungen und Mädchen können aus dem Bus gleich auf das Schulgelände laufen. Außerdem behindert der Bus an dieser Stelle auch niemanden, da der Bürgersteig sehr breit ist."

Die derzeitige Situation sei ideal, man würde unnötig Probleme schaffen, meinte der Anwohner. Der aufwändige Bau einer Haltestelle hätte zur Folge gehabt, dass die Straße hätte verschwenkt werden müssen, damit die Feuerwehreinfahrt nicht blockiert ist. "Durch eine Verschwenkung würden dort alle zwei Jahre beim Schützenfest auch die Schützen Probleme bekommen", sagte Sitzen, "denn die brauchen bei der Parade schließlich eine gerade Straße."

Quelle: RP
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