| 00.00 Uhr

Meerbusch
Nachtabschaltung: 2000 fordern sofortige Abkehr

Meerbusch. Vertreter der Fraktion "Die Aktiven" haben gestern Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) die Unterschriften von mehr als 2000 Meerbuscher Bürgern überreicht, die ein sofortiges Ende der Laternen-Nachtabschaltung fordern.

Einen entsprechenden Antrag der "Aktiven" hatte die Ratsmehrheit abgelehnt. Seit 2006 werden in Meerbusch sonntags bis donnerstags zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr die Laternen ausgeschaltet, um Strom und Kosten zu sparen. Ausgenommen sind Hauptverkehrsstraßen. Knapp 68 000 Euro spart die Aktion pro Jahr.

"Die Leute haben wirklich Angst", sagte "Aktiven"-Fraktionsvorsitzender Christian Staudinger-Napp. Die Bürgermeisterin erklärte, sie sehe die Unterschriftenaktion als Unterstützung ihres Vorschlags, auf die Nachtabschaltung zu verzichten, wenn durch den verstärkten Einsatz von LED-Beleuchtung keine Mehrkosten entstünden. "Das wäre bereits Anfang 2016 möglich." Entsprechend habe sie die Abkehr der Nachtabschaltung im Haushaltsentwurf 2016 vorgesehen. Mielke-Westerlage betonte, dass es zwar keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Nachtabschaltung und der Kriminalitätsentwicklung gebe. Allerdings werde der Polizei die Täterverfolgung erschwert. Mielke-Westerlage: "Die Meerbuscher sollen sich in ihrer Stadt wohl und sicher fühlen - Tag und Nacht."

(mrö)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: Nachtabschaltung: 2000 fordern sofortige Abkehr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.