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Meerbusch
Natur pur: Herbstspaziergang in der Ilvericher Altrheinschlinge

Meerbusch: Natur pur: Herbstspaziergang in der Ilvericher Altrheinschlinge
Vor der Eindeichung des Rheingebietes war die Landschaft ein typisches Altwasser des Rheins, das bei Hochwasser regelmäßig überflutet wurde. Nach Bau eines Damms entwickelten sich Niedermoorstandorte mit typischen Bruchwald- und Feuchtgebieten, die von kleinen Bächen wie der Strempe, dem Kringsgraben und dem Mühlenbach durchzogen sind. FOTO: A. Kirchholtes
Meerbusch. Im Herbst ist das Naturschutzgebiet zwischen Strümp, Ilverich, Haus Meer und dem Rhein besonders schön. Das Areal entstand vor etwa 7000 Jahren als Teil des Flussbettes. Die Idylle lässt sich auf lauschigen Wegen erkunden. Von Angelika Kirchholtes

Wer die Ruhe in der Natur liebt, für den ist ein Spaziergang in der Ilvericher Altrheinschlinge quasi ein Muss. Besonders im Herbst, wenn die Luft klar ist, macht ein Besuch des Naturschutzgebietes Freude.

Vor der Eindeichung des Rheingebietes war die Landschaft ein typisches Altwasser des Rheins, das bei Hochwasser regelmäßig überflutet wurde. Nach Bau eines Damms entwickelten sich Niedermoorstandorte mit typischen Bruchwald- und Feuchtgebieten, die von kleinen Bächen wie der Strempe, dem Kringsgraben und dem Mühlenbach durchzogen sind. Manche werden von den typischen Kopfweiden gesäumt. Diese Idylle lässt sich auf lauschigen Wegen erkunden und genießen. Wer an dem kleinen Parkplatz am Bergfeld startet, taucht sofort in ein schattiges Geflecht aus Büschen und Bäumen ein, das immer wieder einen Blick auf die offenen Wiesen erlaubt. Kurz vor dem kreuzenden gepflasterten Weg liegt links des Weges versteckt die Strümper Quelle, eine der am Niederrhein seltenen Tümpelquellen.

Rechts des Weges fließt das Wasser in die Strempe, die fröhlich vor sich hin gluckert. Für Kammmolche und Erdkröten ist dort ein wahres Paradies. Auch Libellen kann man hin und wieder beobachten, wie sie filigran über dem Wasser schweben.

Folgt der Spaziergänger dem lauschigen Weg, kann er vieles entdecken: Baumpilze, abgestorbene Weidenstümpfe, die wie Gnome aussehen, und die letzten Blumen, die Schnecken und Bienen Platz und Nahrung bieten. Oder auch einen dicken Baumstamm, der von der Urgewalt eines Sturmes niedergestreckt und in Form gesägt wurde. Manchmal kann man auch einen Graureiher beobachten, der auf Beute wartet. Andere dort heimische Tiere wie den Kleinen oder Großen Abendsegler, eine seltene Fledermausart, sehen wohl eher nur die Fachleute.

Dann führt der Weg vorbei an abgeernteten Feldern und Wiesen, wo Pferde an dem frischen Grün knabbern. Kurz vor dem Rheindeich erblickt man am Wegesrand das Kunstwerk "Rheinstand" von Christian Forsen, das auf die schrecklichen Rheinhochwasser vergangener Zeiten aufmerksam macht. Vom Deich aus hat man einen guten Blick auf die Flughafenbrücke und vorbeifahrende Schiffe, manchmal auch auf dort grasende Schafe. Eine Bank lädt zum Verweilen und Genießen ein.

Quelle: RP
 
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