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Meerbusch
Neue Adresse für Weltladen

Meerbusch: Neue Adresse für Weltladen
Im neuen Weltladen an der Meerbuscher Straße in Osterath bieten Antje Hermanns und Werner Wittig ein überarbeitetes Sortiment an. Rund 30 Prozent des Angebots bestehen aus fair gehandelten Lebensmitteln. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. In den neuen Räumlichkeiten an der Meerbuscher Straße bietet der Weltladen auch ein verändertes Sortiment an. Bald sollen auch vermehrt jüngere Menschen zur Kundschaft gehören Von Tim Specks

Neue Mitarbeiter, neues Sortiment, neue Adresse: der Weltladen in Osterath positioniert sich neu. Nach dem Umzug des Pfarrbüros der Gemeinde St. Nikolaus in das Pfarramt Nussschale am Bommershöfer Weg in Osterath hat der Weltladen neue Geschäftsräume an der Meerbuscher Straße bezogen. Vor rund drei Monaten begannen die Planungen für den Umzug, jetzt wurde der neue Weltladen offiziell eröffnet.

Nicht nur die Räumlichkeiten, in denen der Weltladen fair gehandelte Produkte verkauft, haben sich verändert. Auch das Warenangebot wurde überarbeitet. "Wir wollen in Zukunft stärker auf den Verkauf von Kunsthandwerk setzen", sagt Werner Wittig vom Weltladen. Rund 70 Prozent des Sortiments sollen demnächst aus Kunsthandwerk und Schmuck bestehen, der Rest aus Lebensmitteln. Für das neue Angebot wurden einige Produkte aus dem Sortiment genommen. So werden im Weltladen ab sofort keine Instrumente mehr verkauft. "Das hat sich einfach nicht gelohnt", so Wittig. Auch Wein gibt es im neuen Weltladen nicht mehr zu kaufen. Der Grund: insgesamt vier Geschäfte teilen sich die Verkaufsflächen an der Meerbuscher Straße - darunter auch ein Weinhändler. Dessen Geschäft wollte man keine Konkurrenz bieten, so Horst Reese, der beim Weltladen für die Finanzen zuständig ist.

Neben neuen Räumlichkeiten und einem veränderten Warenangebot soll es bald auch neue Kunden im Weltladen geben. Um vor allem jüngere Leute über das Geschäft zu informieren, haben die Betreiber einen Facebook-Auftritt und eine Internetseite für das Geschäft eingerichtet. Gerade junge Menschen sollen möglichst bald verstärkt zur Zielgruppe des Geschäfts gehören. "Fair gehandelte Produkte sind ein politisches Thema, das auch viele junge Leute interessiert", sagt Werner Wittig. Noch aber interessierten sich nur wenige Jugendliche für den Weltladen - egal, ob als Kunden oder als ehrenamtliche Mitarbeiter. "Der Nachwuchs ist ein Problem", sagt Horst Reese. Man könne aber verstehen, dass viele junge Leute möglicherweise einfach nicht genug Geld hätten, die durchschnittlich teureren Fairtrade-Produkte zu kaufen, so Werner Wittig, der aber auch betont: "Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Bauern einen fairen Lohn bekommen."

Quelle: RP
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