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Meerbusch
Neue Bürger, neue Bäume

Meerbusch: Neue Bürger, neue Bäume
Barbara Krins von der Stadt markiert einen kranken Baum. FOTO: achu
Meerbusch. Die aktuelle Baumbilanz fällt positiv aus. Etwa 20.000 Bäume zählt die Stadt. In der vergangenen Saison sind 49 Bäume mehr gepflanzt als gefällt worden. Ein Grund für den Überschuss: In Neubaugebieten wird viel frisches Grün gesetzt. Von Lisa Kreuzmann

Die heiße Phase der Neupflanzungen ist vorbei. Zeit für eine Zwischenbilanz. Darüber redet die Politik in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Mittwoch, 14. Juni, im Bürgerhaus in Lank-Latum um 17 Uhr. Und diese Bilanz fällt durchaus positiv aus. Für die Meerbuscher ist das keine Neuheit: Die Stadt wird von Jahr zu Jahr grüner - stetig und verlässlich. Und das auch trotz Sturm "Ela".

100 Bäume mussten in der Stadt in der Zeit zwischen Mai 2016 und Ende April 2017 gefällt werden. Die Gründe sind vielfältig: Pilzbefall, Bruchgefahr, Standunsicherheit. Externe Baumkontrolleure begutachten jeden Baum einmal im Jahr und bewerten seine Vitalität auf einer Skala von null bis vier, sagt der Leiter des Baubetriebshofs der Stadt Marcus Töpp.

Erreicht der Baum die letzte Stufe und besteht zusätzlich die Gefahr, dass er einem Sturm nicht standhallen könne, muss sofort gefällt werden, sagt Töpp. In Meerbusch werde das aber immer seltener notwendig, denn der Baumbestand der Stadt sei so gut, dass man seit Jahren eine positive Baumbilanz aufweisen könne. 49 zusätzliche Bäume wurden in der vergangenen Saison neu gepflanzt. Bäume werden in der Regel zwischen Herbst und Frühjahr gefällt und gepflanzt, um die Brutzeit der Vögel nicht zu stören.

Im Ergebnis wird die Stadt immer grüner. "Wir haben viele Jungbäume", sagt Töpp. Und auch bunter. Denn auch der Forderung zum Erhalt der Biodiversität trage man Rechnung: In der Stadt werden etwa Eichen, Kirschbäume, Buchen, Magnolien, Ahorn, Ulmen und Linden gesetzt. "Wir achten auf die Vielfalt an Gattung, Art und Sorten", sagt der Landschaftsgärtner.

Zum guten Ergebnis in der Bilanz habe aber auch der Sturm"Ela" beigetragen. Denn der Orkan, der an Pfingsten 2014 wütete, habe vor allem Bäume getroffen, die alt oder schwach waren. Insgesamt mussten damals rund 160 Bäume gefällt werden. Der finanzielle Schaden belief sich auf knapp 900.000 Euro. Alle Bäume habe man im Laufe der Jahre ersetzen können, sagt Töpp.

Vor allem sorgen aber die vielen Neubaugebiete dafür, dass Meerbusch eine grüne Stadt bleibt. "Die Stadt wächst, und damit erhöht sich auch der Baumbestand", sagt Töpp. Wo neue Siedlungen entstehen, würden auch Bäume gepflanzt. In der Baumbilanz mache sich das deshalb positiv bemerkbar, da etwa auch Bäume, die von den Grundstücksentwicklern geplant wurden, in den Bestand der Stadt übergingen, sagt Töpp. So seien etwa auch die Bäume, die auf dem Ostara-Gelände in Osterath gepflanzt worden sind, in der Baumbilanz aufgeführt.

Positiv auf den Baumbestand wirke sich aber nicht zuletzt auch die neue Dokumentation in einem Baumkataster aus - auch wenn die Registrierung einen hohen Mehraufwand bedeute. "Mit den Daten gewinnen wir mehr Sicherheit", sagt Töpp. Das Risiko, dass Bäume etwa auf die Straße stürzen, könne so reduziert werden.

Quelle: RP
 
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