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Meerbusch
Neue Heime für 200 Flüchtlinge

Meerbusch. Vier Häuser in Holzrahmenbauweise entstehen zurzeit nahe des Stadions Am Eisenbrand. Das Erste wird im Oktober fertig. Die Baukosten trägt die Stadt. Von Anke Kronemeyer

Beide Notunterkünfte in den Turnhallen in Büderich und Strümp sind geräumt und werden renoviert. Diese Einrichtungen hatte die Stadt Meerbusch seit einem Jahr im Auftrag des Landes betrieben. Im Gegenzug wurden der Stadt keine regulären Flüchtlinge zugewiesen. Das ändert sich jetzt wieder.

Nach einer Vereinbarung zwischen der zuständigen Bezirksregierung und der Stadt kommen in jeder Woche etwa 15 Flüchtlinge in die Stadt. Insgesamt muss Meerbusch bis zum 30. September rund 220 Personen aufnehmen. Freie Plätze gibt es für sie: Aktuell hat die Stadt Kapazitäten von 225 Plätzen - zum Beispiel in der umgebauten Barbara-Gerretz-Schule. Dort wurde bislang noch kein Flüchtling untergebracht.

Die Neuankömmlinge, die dann hier auf ihr Asyl-Verfahren warten und vermutlich mehrere Monate in den Unterkünften bleiben, sollen aber auch in den vier Häusern untergebracht werden, die zurzeit Am Eisenbrand in Büderich entstehen. Diese Häuser, werden nach der sogenannten Holzrahmenbauweise gebaut. Sie sind zum einen günstiger als herkömmliche Bauten, zum anderen werden sie schneller fertig. Die Bauart ist vor allem aus Skandinavien bekannt.

Die Kosten für Bauten und Unterbringung muss die Stadt Meerbusch tragen. Veranschlagt sind 3,15 Millionen Euro. Die Stadt geht von einer Nutzungsdauer der vier Gebäude von 25 Jahren aus.

Vom Land kommen lediglich die regulären 10.000 Euro pro Flüchtling und Jahr. Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in den beiden Turnhallen hatte bisher das Land übernommen, weil es die Stadt um diese Erstaufnahmen gebeten hatte. Auch an der Sanierung der Turnhallen beteiligt sich das Land darum: Die Renovierungskosten der Mataré-Turnhalle betragen rund eine Million Euro, etwa die Hälfte zahlt das Land NRW. Wie hoch die Sanierungskosten der Turnhalle des Städtischen Meerbusch Gymnasiums werden, wird gerade ermittelt - die letzten Flüchtlinge sind erst am 11. August ausgezogen. Die Mataré-Turnhalle kann in Teilen schon wieder für den Sportunterricht genutzt werden, wann die Turnhalle am SMG wieder frei gegeben wird, steht zurzeit noch nicht fest.

Quelle: RP
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