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Meerbusch
Neue Klinik für Kleintiere

Meerbusch: Neue Klinik für Kleintiere
Der Meerbuscher Dr. Jens Diel ist mit seiner minimal-invasiven Methode einer der wenigen "sanften Operateure" in Deutschland. FOTO: RPO
Düsseldorf. Dr. Jens Diel baut im Lank-Latumer Gewerbegebiet In der Loh auf 2000 Quadratmetern eine Praxis mit Quarantänestation, zwei Operationssälen und mehreren Behandlungszimmern. Von Norbert Stirken

Tierarzt Dr. Jens Diel aus Lank-Latum wurde vom Erfolg überrollt. In wenigen Jahren sind die Räume in einem ehemaligen Friseursalon an der Uerdinger Straße zu klein geworden, ist die Zahl der Mitarbeiter kräftig gewachsen. Der 41-Jährige zieht daraus nun Konsequenzen: An der Robert-Bosch-Straße im Gewerbegebiet In der Loh hat der gebürtige Dortmunder von der Stadt ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, um darauf zehn Parkplätze und eine Kleintierklinik zu bauen und zu betreiben. Mehr als 400 Quadratmeter Grundfläche soll der eingeschossige Neubau aufweisen, um unter anderem zwei Operationssälen, drei Behandlungszimmern, Katzen- und Hundestationen sowie Quarantäneräumen Platz zu bieten.

"Wir haben sogar Übernachtungsmöglichkeiten, um eine Rund-und-die-Uhr-Betreuung zu gewährleisten", informiert Diel. Von den Räumlichkeiten und der Ausstattung her sei die Praxis im Prinzip eine Klinik. Inzwischen beschäftige er mehr als zehn Mitarbeiter, darunter zwei Assistenztierärzte, die sich um die Patienten auf vier Beinen aus nah und fern kümmerten. Der Meerbuscher hat sich als "sanfter Operateur" einen Namen gemacht. Diel zählt in Deutschland zu den wenigen Tierärzten, die arthroskopisch untersuchen und minimal-invasiv operieren.

Die Hunde- und Katzenhalter sorgen sich oft sehr um ihre kranken und lädierten Lieblinge. "Bei uns ist das Gespräch mit dem Operateur möglich", sagt Diel. Die persönliche Atmosphäre helfe den Kunden, meint der Tierarzt, der seinen Berufswunsch seit seiner Jugend verfolgte und ihn heute praktiziert. Dabei hat der zweifache Vater selbst kein Haustier. "Zu wenig Zeit, um mich darum zu kümmern", sagt er. Und auch seine Kinder könnten noch nicht für einen Hund oder für eine Katze sorgen. Schließlich seien die beiden erst vier Jahre und 18 Monate alt.

Eine Behandlung in Lank-Latum kostet die Kunden mehr als normalerweise, erklärt Diel, denn die Geräte sind teuer. So werden die Tiere auf besonders sanfte Weise narkotisiert, ein Monitor überwacht permanent Herz und Kreislauf, und die eingesetzten, extra kleinen OP-Geräte wie Fasszange und Schere, müssen neu angeschafft werden. Bei Hunderassen, die für besondere Anfälligkeiten bekannt seien, rate er den Haltern schon bei der Anschaffung eines Welpen, eine Krankenversicherung abzuschließen. Und auch die Fortbildungen kosten. "Ich reise durch ganz Deutschland, um mich auf dem Gebiet weiterzubilden – immer bei den Humanmedizinern, denn in der Veterinärmedizin gibt es dazu noch nicht viel." Seine Praxis sei zudem in Krefeld, Meerbusch und im gesamten Rhein-Kreis Neuss die einzige mit einer Zulassung zur Weiterbildung von Fachtierärzten für Kleintiere.

In Lank-Latum rollen jetzt erst einmal die Bagger an, damit auch in Zukunft der Erfolg anhält.

Quelle: RP
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