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Michael Assenmacher
Neuer Beigeordneter sorgt für Schlagzeilen

Michael Assenmacher: Neuer Beigeordneter sorgt für Schlagzeilen
Michael Assenmacher
Meerbusch. Meerbuschs künftiger Technischer Beigeordneter Michael Assenmacher hat an seiner alten Wirkungsstätte im baden-württembergischen Ostfildern einen wenig galanten Abgang hingelegt.

Wie unsere Zeitung berichtete, wählte der Stadtrat den 49-Jährigen am Donnerstagabend mehrheitlich zum neuen Chef des Technischen Dezernats. Als daraufhin die "Stuttgarter Zeitung" und die "Eßlinger Zeitung" beim Ostfilderner Oberbürgermeister Christof Bolay nachfragten, wusste der von nichts.

Er wirft Architekt Assenmacher "schlechten Stil" vor, weil der sich erst am Montag - vier Tage nach der Wahl - bei ihm meldete und mitteilte, dass er seinen Posten drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit verlässt. Assenmacher räumte im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung ein, das sei "unglücklich" gewesen. Bolay betonte, er mache dem Architekten und Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft nicht zum Vorwurf, sich in Meerbusch beworben zu haben. Und fügte eine giftige Begründung hinzu: Schließlich sei es "völlig in Ordnung", sich anderweitig umzusehen, wenn man Signale fehlenden Vertrauens quer durch alle Gemeinderatsfraktionen und in der Verwaltung wahrnehme, zitiert ihn die "Stuttgarter Zeitung".

Ein Ausriss aus der gestrigen Kreisausgabe Esslingen der "Stuttgarter Zeitung": Meerbuschs künftiger Planungsdezernent informierte den Oberbürgermeister seiner bisherigen Wirkungsstätte erst vier Tage nach seiner Wahl über den Wechsel.

Tatsächlich sind die Politiker in Ostfildern nicht unglücklich, dass ihr Baubürgermeister die Stadt verlässt. "Ihm weint hier niemand eine Träne nach", sagt ein Rathaus-Insider. Über alle Parteigrenzen hinweg kritisieren die Ostfilderner Politiker ein "Kommunikationsdefizit". Bei Bürgerbeteiligungen hätten Assenmachers Team und er "viel Fachchinesisch" vermittelt, erklärte Norbert Simianer (CDU). Da sei vieles an den Bürgern "ein Stückweit vorbeigegangen". Der SPD-Oberbürgermeister kritisierte, Assenmacher habe bei der Bürgerbeteiligung "keine klare Linie" vertreten.

Assenmacher dementierte eine Aussage der "Eßlinger Zeitung", er verlasse Ostfildern, weil er nicht den nötigen Rückhalt im Gemeinderat habe.

Grund für den Wechsel nach Meerbusch sei seine Heimatverbundenheit, betonte der Rheinländer - und der Stellenzuschnitt habe gepasst. 

Quelle: RP
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