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Meerbusch
Nur 15 Minuten Schulschwimmen -Zeitprobleme durch Badsanierung

Meerbusch: Nur 15 Minuten Schulschwimmen -Zeitprobleme durch Badsanierung
Das Hallenbad in Büderich wird gerade entkernt - Container stehen vor dem ehemaligen Eingang. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Die laufende Sanierung des Hallenbades in Büderich hat Auswirkungen auf das Schulschwimmen. Eltern berichten, dass die Kinder oft tatsächlich nur wenige Minuten im Becken sind. Von Sebastian Peters

Rein ins Becken, raus aus dem Becken - für Meerbuscher Kinder, die in den kommenden Monaten das Unterrichtsfach Schwimmen haben, gibt es derzeit mitunter geringere Lernerfolge. Weil das Hallenbad in Büderich saniert wird und frühestens im Spätsommer 2017 zur Verfügung steht, müssen alle Meerbuscher Schulklassen auf das Rheinbad im Düsseldorfer Stadtteil Stockum ausweichen. Zwar teilt die Stadt auf Anfrage mit, dass allen Meerbuscher Schulen noch die gleichen Wasserzeiten zur Verfügung stünden - mindestens 30 Minuten, wie früher im Büdericher Bad. "Es fällt kein Schwimmunterricht aus", versichert Stadtsprecher Michael Gorgs. Eltern berichten aber unserer Redaktion, dass wegen der Anfahrt, Umkleidephase und Staus in der Realität häufig nur wenig Zeit im Wasser bliebe. Von 15 Minuten und weniger wird berichtet.

Bei der Stadt seien bisher kaum Beschwerden hinterlegt, versichert Stadtsprecher Gorgs: "Unserem Sportreferenten ist nur ein Fall bekannt, in dem eine Schule eine solche kurze Wasserzeit hatte, weil sich der Schulbus leider verspätet hatte." Der Busfahrplan werde wenn nötig entsprechend angepasst, um ausreichende Wasserzeiten zu haben, versichert Gorgs. Auch lägen bisher keine Elternbeschwerden bei der Stadtverwaltung vor und von den Beteiligten habe der Sportreferent bisher durchweg positive Resonanz erhalten.

Welche Schulklasse das Unterrichtsfach Schwimmen hat, ist von Schule zu Schule in Meerbusch unterschiedlich. "Es ändert sich in Abhängigkeit vom Stundenplan auch teilweise unterjährig. Das ist genauso wie bei Nutzung des städtischen Hallenbades", sagt Gorgs.

Die Kernsanierung des Hallenbades an der Friedensstraße läuft. Das Gebäude wird derzeit unter der Bauleitung des von der Stadt beauftragten Büros Planwerk Ruhr aus Gelsenkirchen komplett entkernt. Die Wasseraufbereitungstechnik im Keller wird ausgebaut und verschrottet. Danach kann die eigentliche Sanierung beginnen.

Nach dem Umbau soll das Hallenbad auch für Familien attraktiver werden: mehr Aufenthaltsqualität, gutes Fitness- und Gesundheitsangebot, eigenes Kinderplanschbecken. Die neue Wasseraufbereitungs- und Dämmtechnik soll das Bad zudem energetisch auf den neuen Stand bringen. Sieben Millionen Euro kostet die Sanierung: eine der größten Investitionen der Meerbuscher Stadtgeschichte.

Quelle: RP
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