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Meerbusch
Ökomarkt zieht auch das Umland an

Meerbusch: Ökomarkt zieht auch das Umland an
Ein alter Oldtimer-Trecker war Anziehungspunkt bei den Taubenfrauen aus Lank-Latum (v. l.): Lilly, Anna und Sophie mit Heike Kloster. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Bestes Wetter, tausende Besucher: Der Ökomarkt in Lank-Latum entwickelt sich immer mehr auch zum Anziehungspunkt für Besucher von auswärts. Das Geheimnis: Der Markt verknüpft Ökologie, Trödel und Lifestyle. Von Sebastian Peters

Er ist zwar tief im Herzen ein Stadtteilmarkt, eine Leistungsschau der Meerbuscher Unternehmen und Vereine mit ökologischer Ausrichtung - immer mehr wird der Ökomarkt in Lank-Latum jedoch auch zum Magneten für Besucher von auswärts. Krefelder und Düsseldorfer Kennzeichen sah man gestern in den Straßen rund um den Ortskern, mancher davon kam nicht zum ersten Mal.

In 25. Auflage wurde der Ökomarkt veranstaltet, die Federführung hat Wolf Meyer-Ricks vom Naturschutzbund. Wer gestern über die Hauptstraße von der Kirche bis zur Volksbank lief, der konnte entdecken, warum dieser Markt so beliebt ist: Er verknüpft Information über Ökologie mit Lifestyle, liefert Wissenswertes für Kinder und lässt auch die Freunde der Schnäppchenjagd nicht leer ausgehen: Es gab Trödelmärkte mit Büchern und Kinderspielen, der ADFC hatte dazu einen Fahrradflohmarkt organisiert. Rund 50 Räder wurden angeboten. "Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden", sagte Angelika Kirchholtes als ADFC-Vertreterin.

Alexander Ost und Jacob Herting, Azubis der Stadt, bauten Insektenhotels, die später Meerbuscher Schulen zur Verfügung gestellt werden. FOTO: Dackweiler Ulli

Das in der Bevölkerung ein neues Bewusstsein für Ökologie entsteht, war beim Markt spürbar. Diskutiert wurden an vielen Ständen die Wetterextreme und die politischen Entwicklungen mit Flächenverbrauch und Fluglärm. So war etwa die Initiative gegen die Südanbindung des Krefelder Hafens an die A 57 vertreten. "Wir spüren hier einen großen Frust der Leute bei diesem Thema", sagt Dietmar Becüwe. Die Biologische Station des Rhein-Kreises, die mit einem Stand vertreten war, informierte über alte Obstsorten. "Viele Leute wollen wissen, welches Obst sie anpflanzen können", sagt Elisabeth Steiner. Sie empfahl etwa die alten Apfelsorten Blauer Kölner und Sternrenette. "Auch das Thema Insektensterben interessiert die Besucher." Viele Anziehungspunkte für Kinder bot der Ökomarkt auch diesmal wieder. Bei Andrea Blaum vom BUND konnte man in einer Fühlbox Dinge ertasten. In der Malschule Malreich von Beate Brüggen durfte der Nachwuchs Buttons malen. Und die Taubenfrauen, ein Karnevalsclub aus Lank-Latum, der alljährlich beim Zug in Krefeld-Uerdingen mitfährt, luden die Kleinen zum Sitzen auf einem alten Trecker der Marke Schlüter ein. "Wir sind alle Lanker und wollen uns im Ort engagieren", sagt Heike Kloster, Sprecherin der Taubenfrauen.

Ebenfalls beliebt war der Stand der Meerbuscher Volksbank. Sie hatte einen Tresor aufgebaut, auf dem man einen Zahlencode eintippen konnte. Wer den richtigen Code traf, konnte ein Gewinnsparlos ergattern. "Der Tresor kommt sehr gut an", sagte Volksbank-Marktbereichsleiter Michael Börgers. Auf die Idee, den Tresor aufzustellen, sei man auch deshalb gekommen, weil das Gewinnsparen wachsenden Zuspruch erfährt.

Quelle: RP
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