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Meerbusch
Osterath: Trauer um Jürgen Bergert

Meerbusch. Er war ein Hans-Dampf in allen Osterather Gassen; kaum ein Verein in Meerbuschs zweitgrößtem Stadtteil, in dem Jürgen Bergert nicht Mitglied war. Wichtige Osterather Einrichtungen hat der langjährige Ratsherr mitgegründet: die Jusos in Osterath, die Arbeiterwohlfahrt und Pro Osterath. Von Martin Röse

Bergert, der Netzwerker mit der knorrigen Stimme, war in Osterath aufgewachsen. Mit 16 Jahren trat er in die SPD ein. Knapp drei Jahre drauf, 1963, gründete er die erste politische Jugendorganisation im Ort - die Jusos. In der neu gegründeten Stadt Meerbusch war der gelernte Bilanzbuchhalter von 1975 bis 1989 Ratsherr, führte fünf Jahre lang den Sozialausschuss.

Schon 1984 forderte er, dass für Osterath eine Umgehungsstraße gebaut werden müsse. Dafür wurde er anfänglich belächelt, aber er sollte Recht behalten: In den folgenden Jahren mehrten sich die Stimmen für den Bau der heutigen Westumgehung. Nach seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat gründete Bergert den Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Osterath, ein Jahr später gehörte er zu den Gründungsmitgliedern von Pro Osterath. Der Verein setzte sich für die Schaffung der Fußgängerzone und den Bau der Umgehungsstraße ein; beides erfolgreich. Seit 22 Jahren war der mit dem Bundesverdienstkreuz für sein vielfältiges Wirken Ausgezeichnete auch das Gesicht des Osterather Parkfests, das traditionell am 1. Mai stattfindet. Mitten in der Organisation ist Jürgen Bergert nun am Samstag gestorben. Er wurde 70 Jahre alt.

Quelle: RP
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