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Meerbusch
Polizei verfolgt Autodieb mit Helikopter

Meerbusch: Polizei verfolgt Autodieb mit Helikopter
Endstation Raststätte Geismühle: Hier sprang der Autodieb aus dem noch rollenden gestohlenen Multivan und schlug sich in Richtung Meerbusch durch den Grüngürtel. FOTO: Daniel Bothe
Meerbusch. Einwohner von Strümp, Lank und Bösinghoven hatten eine unruhige Nacht: Zwei Stunden kreiste ein Hubschrauber über ihnen. Der Polizei gelang es, zwei mutmaßliche Autodiebe zu verhaften, von einem dritten fehlt jede Spur Von Stefani Geilhausen und Martin Röse

Die Polizei hat in der Nacht zu gestern nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd über mehrere Autobahnen zwei Männer aus Polen festgenommen, die zu einer Bande von professionellen Autodieben gehören sollen. Dem Fahrer des gestohlenen Fahrzeugs - einem VW Multivan - gelang an der Raststätte Geismühle nahe Bösinghoven die Flucht zu Fuß.

Mehrere Stunden suchte ein Großaufgebot von Polizei in Meerbusch nach dem Tatverdächtigen, der das Auto im Düsseldorfer Stadtteil Urdenbach gestohlen hatte. Viele hundert Meerbuscher bekamen den Einsatz mit, weil an der Suche auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, der in niedriger Höhe über den Stadtteilen Lank, Strümp und Bösinghoven kreiste. Auch in Osterath war der Helikopter zu hören. Bei der Fahndung kamen auch ein halbes Dutzend Streifenwagen und mehrere Diensthunde zum Einsatz. Nach Einsatzende erschoss einer der Beamten seinen Diensthund. Das Tier hatte ihn angefallen und durch mehrere Bisse verletzt.

Kurz vor 2 Uhr hatte eine Zeugin von ihrem Balkon in Urdenbach beobachtet, wie drei Personen sich an dem geparkten Multivan zu schaffen machten. Schließlich gelang es einem, sich Zutritt zu dem Fahrzeug zu verschaffen, während die beiden anderen einen roten Opel Corsa bestiegen. Beide Fahrzeuge flüchteten in Richtung A46. Die Zeugin informierte die Polizei. Im Rahmen der Fahndung entdeckten Beamte die beiden Autos auf der A46 in Richtung Neuss.

Im Autobahnkreuz Neuss-Süd wechselten sie die Autobahn und flohen weiter über die A 57 in Richtung Krefeld. Während die beiden Männer in dem Opel auf dem Rastplatz Morgensternsheide gestoppt und festgenommen werden konnten, flüchtete der Täter in dem gestohlenen Multivan noch einige Kilometer weiter bis zur Raststätte Geismühle in Krefeld. "Hier verlangsamte er den Wagen und sprang bei niedriger Geschwindigkeit aus dem noch ausrollenden Bulli auf den Seitenstreifen", erklärte ein Polizeisprecher. Dann flüchtete der Mann in den Grüngürtel. Um ihn zu finden, setzten die Polizisten neben dem Hubschrauber auch zahlreiche Streifenwagen ein. Nach einem Hinweis kam es zu einem größeren Einsatz an der Mühlenstraße in Lank. Dort suchten nach Augenzeugenberichten rund 20 Beamte unter anderem in Garagen nach dem Flüchtigen. Viele Anwohner, geweckt durch den Hubschrauber, beobachteten die Aktivitäten der Polizei von ihren Fenstern und Balkonen aus. Gegen 6 Uhr wurde der Einsatz in Lank beendet.

Quelle: RP
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