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Schüleraustausch
Praktikum statt Gymnasium

Meerbusch. Eine Gruppe von 14 Schülern aus vier verschiedenen englischen Schulen ist derzeit in Meerbusch zu Gast. Sie nehmen an einem Austauschprogramm mit dem Mataré-Gymnasium teil. Ihr Ziel: Deutschkenntnisse verbessern, viel Spaß haben - und ein Arbeitspraktikum machen. So haben einige der Austausschüler, wenn sie morgen nach Hause zurückkehren, die Schule nie wirklich von innen gesehen.

Vor der Arbeit aber stand das Vergnügen. So begann der Aufenthalt in Deutschland mit einem Besuch im Bonner "Haus der Geschichte", wo die Engländer einen Audio-Guide auf Deutsch nehmen mussten - und ihre Gastgeber einen auf Englisch. Beim anschließenden Besuch in Köln besichtigten die Briten den Dom und trafen zwei rheinische Originale: Tünnes und Schäl.

Am Montag war es für die Engländer Zeit, zur Arbeit zu gehen. Sie arbeiten als Praktikanten in vielen verschiedenen Unternehmen und Einrichtungen, unter ihnen Grundschulen, Anwaltskanzleien und Redaktionen. Khush Kotecha, ein Schüler der "Haberdashers' Aske's Boys' School", sagt, dass es für ihn nicht leicht sei, in einer deutschsprachigen Anwaltskanzlei zu arbeiten - wegen des, wie er es nennt, "Juristenjargons". Rhianna Kerr, eine Schülerin der "St. Albans Girls' School", hospitierte in der Düsseldorfer Sportredaktion der Rheinischen Post. Sie durfte schon am ersten Arbeitstag mit ins Stadion und die Zweitligapartie der Fortunen gegen Kaiserslautern sehen, die immerhin unentschieden ausging. "Mein Deutsch hat sich verbessert und ich liebe mein Praktikum", sagt Rhianna. Ein Pluspunkt für sie: Anders als Khush versteht sie ihre Kollegen am Arbeitsplatz. Mikayla Coll macht ihr Arbeitspraktikum in der St.-Mauritius-Grundschule in Büderich. Sie habe viel über die deutsche Kultur und Unterschiede zwischen deutschem und englischem Schulunterricht gelernt: "Ich habe jetzt eine neue Perspektive und das ist nützlich." Cameron Ross

Quelle: RP
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