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Meerbusch
Promis besuchen Tennisspektakel

Meerbusch. Bei der ATP-Business-Night werden Kontakte geknüpft - zwei prominente Meerbuscher und ein prominenter Politiker kamen. Heute stehen im Sportpark Büderich die Halbfinals an. Ein Belgier sorgte gestern für ein Favoritensterben.

Neben dem Sport steht beim Tennisturnier Cittadino Challenger in Büderich immer auch das Netzwerken auf dem Spiel-Plan: Zur ATP-Business-Night kamen am Donnerstagabend mehr als 200 Meerbuscher und Düsseldorfer Unternehmer und Sportler zusammen. Gastredner in diesem Jahr war der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach. Die These "Sport und Wirtschaft - Leistung lohnt sich" bringt die Gemeinsamkeiten auf den Punkt. "In beide Bereiche spielen soziale Tugenden hinein. Es müssen Disziplin erlernt und mit Niederlagen umgegangen werden. Das schult fürs Leben", so Bosbach. Veranstalterin des Events war Meerbuschs Wirtschaftsförderin Heike Reiß gemeinsam mit Turnierorganisator Marc Raffel. Auf der sportlichen Ebene plauderte Eric Jelen aus seiner erfolgreichen Daviscup-Zeit, hielt den Tennissport allgemein und das ATP -Turnier in Büderich hoch und beteuerte, wie gern er Meerbuscher Bürger sei. Ähnlich ergeht es dem Ex-Fußballprofi Martin Stranzl: "Ich fühle mich hier sehr wohl."

Am gestrigen Turniertag zeigte der Belgier Clement Geens sein Können. Die Nummer 266 der Weltrangliste tat viel dafür, dass der drittletzte Turniertag beim Cittadino Challenger der Tag des Favoritensterbens wurde. Geens, gerade mal 20 Jahre alt, entzauberte die ehemalige Nummer 14 der Weltrangliste und Rio-Olympiateilnehmer Jerzy Janowicz in drei Sätzen. "Ich habe in diesem Jahr schon viele Turniere gespielt und wusste, dass ich auch die guten Jungs schlagen kann", erklärte Geens entspannt. Der Belgier, mit 1,80 Metern Körpergröße einen Kopf kleiner als der 2,03 Meter-Mann aus Polen, spielte variabler und ideenreicher als Janowicz. Der war nicht mehr als ein "Kanonier" und versuchte mit brutaler Gewalt, Geens Flexibilität und Ballgefühl zu zertrümmern. Das ließ den Belgier kalt. Vor allen Dingen, weil Janowicz viele Bälle mit gefühlt 250 Stundenkilometer ins Aus oder ins Netz schlug. Spielwitz und Genauigkeit waren auf dem Court mit der roten Asche diesmal besser angebracht als rohe Kraft und Geschwindigkeit. "Ich habe versucht, ihn immer wieder vor andere Aufgaben zu stellen, ihn mit verschiedenen Schlagvarianten zu beschäftigen, so dass er nicht schon vorher wusste, was passiert", verriet Geens seine Taktik. Und die ging auf.

Heute tritt Geens im Halbfinale gegen Maximilian Marterer (Weltrangliste 316) an. Der hatte in seinem Viertelfinale einen weiteren Favoriten nicht nur straucheln, sondern stürzen lassen. Der gebürtige Nürnberger behielt gegen den in der Weltrangliste mehr als 200 Plätze höher eingestuften Spanier Roberto Carballes Baena (95) die Oberhand. "Ich kenne Max noch aus Juniorenzeiten. Wir haben eine ähnliche Spielweise, es kann ein langes Match werden", so Geens.

Im zweiten Halbfinale stehen sich Daniel Masur (307) und der Top-Gesetzte Florian Mayer (73) gegenüber. Der hatte in der Runde zuvor Marc Sieber bezwungen.

Spielplan heute: 13 Uhr - Clement Geens - Maximilian Marterer; gefolgt von FilipHoransky/Yannik Jankovits - Mikhail Elgin/Andrei Vasilevski, gefolgt von Florian Mayer - Daniel Masur

(ak/mgö/tino)
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