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Meerbusch
"Punktlandungen sind mein Beruf"

Meerbusch: "Punktlandungen sind mein Beruf"
Seit vergangenem Monat leitet der 49-jährige Michael Assenmacher das 75 Mitarbeiter starke Technische Dezernat. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Michael Assenmacher ist Meerbuschs neuer Technischer Beigeordneter Von Martin Röse

Samstage waren Vätertage, als Michael Assenmacher ein kleiner Junge war. Sein Vater leitete das Baurechtsamt in der 2000 Jahre alten 30.000-Einwohner-Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz. "Damals stand gerade die Altstadtsanierung an, und mein Vater hat mich oft zu den Baustellen mitgenommen. Das Thema Bauen hat mich damals fasziniert."

Die Faszination ist geblieben, sie hat den heute 49-Jährigen Architektur studieren lassen. Seit vergangenem Monat ist Assenmacher Meerbuschs neuer Planungsdezernent, der Meerbusch-Pin haftet bereits am Revers seines Anzugs. Der Diplom-Ingenieur, dessen Eltern und Frau aus dem Rheinland stammen, arbeitete nach Ende seines Studiums an der Universität Stuttgart 1995 zunächst in der Privatwirtschaft. "Anfang der 1990er Jahre hat unser Büro in Baden-Württemberg zahlreiche Pflegeheime gebaut, auch in den Neuen Bundesländern waren wir sehr aktiv."

Vor zwölf Jahren wechselte Assenmacher von der Privatwirtschaft in die Verwaltung, wurde zunächst Technischer Betriebsleiter der Städtischen Gebäude Esslingen, war gut zwei Jahre Erster Beigeordneter der 20.000-Einwohner-Stadt Laupheim, arbeitete zuletzt als Baubürgermeister der 37 000-Einwohner-Stadt Ostfildern.

"Punktlandungen", sagt der neue Technische Beigeordnete, "sind mein Beruf." Er sagt es mit zurückhaltender Stimme, aber in entschiedenem Tonfall. Das betreffe Fertigstellungszeiträume ebenso wie die Einhaltung des Budgets. "Schließlich arbeiten wir mit Steuergeldern." Noch pendelt Assenmacher, dessen Dezernat rund 75 Mitarbeiter hat, von Andernach zu seinem Büro im Technischen Rathaus, nutzt die Zeit im Zug, um Akten zu lesen. Doch schon bald will er seine Frau und die zwei Kinder nachholen und auch in Meerbusch wohnen.

Als Assenmacher vorzeitig den Job als Baubürgermeister in Baden-Württemberg aufgab, begründete er das vor allem mit seinem Wunsch, zurück ins Rheinland zu kommen. "Die Menschen hier sind so freundlich, man kommt schnell miteinander ins Gespräch."

Quelle: RP
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