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Meerbusch
Quinton Washington als Hoffnungsträger

Meerbusch. Der 21-jährige Hamburger könnte beim TSV Meerbusch die Lücke in der Linksverteidigung schließen. Von Falk Janning

Schwer sind die Beine der Fußballer des TSV Meerbusch. Das war deutlich bei den beiden Testspielen am Wochenende zu sehen. Am Freitagabend gewannen die Oberligakicker dank eines späten Treffers von Brian Günther (82. Minute) mühsam mit 1:0 (0:0) gegen den Landesligisten DSC 99. Und nur wenige Stunden später kamen sie am Samstagmorgen nicht über ein 0:0 bei der SG Kaarst hinaus. Trainer Robert Palikuca war aber trotz der mageren Ergebnisse zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. "Zum derzeitigen Stand der Vorbereitung war das völlig in Ordnung", sagte er. "Wir wollten in den beiden Spielen kein Gegentor kassieren, das haben wir geschafft. Eine Verbesserung in Sachen Spielkultur ist uns zwar leider nicht gelungen, aber das war zum Abschluss der Trainingswoche auch nicht unbedingt zu erwarten. Das lag an der fehlenden Kraft und Leichtfüßigkeit. Beides wird in den kommenden Tagen und Wochen zurückkehren."

Der härteste Teil der Vorbereitung liegt jetzt hinter den Meerbuschern, die während der vergangenen vier Wochen ein absolut professionelles Vorbereitungsprogramm absolvierten. Eine Woche gab es ausschließlich Laufeinheiten. "Nach den Erfahrungen der vergangenen Saison mit den vielen Verletzungen haben wir früher mit dem Training begonnen und es etwas anders gestaltet", sagt der Coach.

Deutlich sichtbar ist bei den Spielen des TSV der große Konkurrenzkampf im Team. Nur wenige Plätze sind fest vergeben, darunter Innenverteidiger Stefan Galster und Johannes Walbaum, der auf der Position des Sechsers eine Klasse für sich ist. "Die neuen Spieler üben viel Druck aus", sagt Palikuca. Groß ist das Gedränge vor allem im Mittelfeld. Auf der Rechtsverteidigerposition liefern sich die Rechtsverteidiger Lukas van den Bergh und Stefan Kapuczinski ein verbissenes Duell um den Platz in der ersten Elf und die Nachfolge des nach Fischeln abgewanderten Lucas Reinert. Interessant ist die Möglichkeit, die der TSV auf der anderen Seite der Vierer-Abwehrreihe bekommen hat. Nach den Ausfällen der Linksverteidiger Daniel Klinger, der nach seiner Operation für die komplette Hinrunde ausfällt, und Zugang Dominik Dohmen (Knorpelschaden), bietet sich dort Quinton Washington an. Der 21-Jährige spielte in Hamburg in der B- und A-Jugend-Bundesliga (für den HSV, Viktoria Hamburg und USC Paloma). Er machte seine Sache in den beiden Testspielen gegen den DSC 99 und in Kaarst sehr ordentlich. Washington kommt aus Hamburg, hat anderthalb Jahre kein Fußball gespielt und wohnt derzeit in Düsseldorf; dort bildet er gemeinsam mit seinem besten Kumpel Jonathan Tah eine Wohngemeinschaft. Der Nationalspieler und Ex-Fortune war in Kaarst auch interessierter Besucher.

Drei Wochen bis zum Pokalspiel bei der SG Unterrath (Sonntag, 7. August) bleiben dem TSV noch, um seine Form und Stammelf zu finden. Dazu dienen die beiden ausstehenden Testpartien bei der Hammer SpVg (Freitag, 29. Juli) und gegen Fortunas U19 (Mittwoch, 3. August).

Quelle: RP
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