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Meerbusch
Rat beschließt Neubauten von Flüchtlingsheimen

Meerbusch. Mit großer Mehrheit hat der Meerbuscher Rat gestern Abend den Plänen der Stadtverwaltung zugestimmt, neue Flüchtlingsheime an verschiedenen Standorten in der Stadt zu bauen, darunter Reihenhäuser und Holzrahmenbauheime vorwiegend in Lank und Osterath.

Der Stadtteil Büderich bleibt weitgehend außen vor. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) betonte, dass die Stadt auch dort noch nach Flächen suche. "Wir arbeiten daran." Für politischen Streit sorgte ein Antrag der UWG-Fraktion.

Fraktionschefin Daniela Glasmacher hatte gefordert, den Plänen der Stadt noch nicht zuzustimmen. Ihr Argument war unter anderem, dass eine ausreichende Betreuung der Flüchtlinge nicht gewährleistet werden könne. Dafür gab es viel Beifall aus dem Publikum, Kritik aber von den anderen Fraktionen.

Klaus Rettig (FDP) sagte in Richtung der Zuschauer: "Uns fällt die Entscheidung, so viel neu zu bauen, nicht leicht. Jeder, der glaubt, er könne es besser als ich, kann sich aber gerne hier hin setzen." Werner Damblon (CDU) begrüßte das Konzept der Verwaltung, statt auf viele Großbauten auf kleinere Einheiten zu setzen, die sich nachher auch weiternutzen lassen. Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD) sagte: "Wir hätten es lieber gehabt, dass wir Grundstücke auch in Büderich gefunden hätten" - Applaus aus dem Auditorium.

Vier Bauprojekte sollen laut Beschluss realisiert werden. An der Insterburger Straße in Osterath gegenüber der Feuerwache entstehen zwei Gebäude auf städtischen Grundstücken. Geplant sind ein Massivbau für 150 Flüchtlinge und ein Mehrfamilienhaus mit preiswerten Sozialwohnungen.

"Am alten Teich" / Nierster Straße in Lank-Latum sollen auf städtischem Grund 14 Reihenhäuser in einfacher Bauweise ohne Keller entstehen. Vorbild für die Gestaltung sind Bauten der Deutschen Reihenhaus AG Köln. Die Ausschreibung soll schnellstmöglich erfolgen. In der Ivangsheide in Osterath (zwischen Wienenweg und Bahnhaltestelle Kamper Weg) sollen auf städtischem Grund und Boden weitere 22 Reihenhäuser gleicher Bauart entstehen. Auch hier sollen pro Haus 10 bis 12 Menschen Unterkunft finden, bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist.

Bereits beauftragt: An der Rottstraße/Uerdinger Straße in Lank soll die GWG Viersen ein Gebäude für rund 70 Bewohner errichten.

(sep)
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