| 00.00 Uhr

Meerbusch
Ratsherr spendet zehn Prozent seiner Bezüge

Meerbusch. Der Christdemokrat Hans Jürgen Denecke gibt das Geld für Flüchtlingshilfe — und hofft auf Nachahmer im Rat

Der Meerbuscher Ratsherr Hans Jürgen Denecke (CDU) hat gestern angekündigt, zehn Prozent der Aufwandsentschädigungen für seine Ratstätigkeit für die Flüchtlingshilfe zu spenden.

Ratsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, sie erhalten in Meerbusch für ihren Aufwand eine monatliche pauschale Entschädigung von 259,60 Euro sowie ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Rats-, Ausschuss- und maximal 30 Fraktionssitzungen pro Jahr von je 17,80 Euro. Fraktionsvorsitzende erhalten den doppelten Satz.

"Ich hoffe, dass sich viele Ratsmitglieder meiner Idee anschließen", erklärte Denecke. Insgesamt gibt es in Meerbusch 53 Mitglieder des Stadtrates, die Bürgermeisterin mitgezählt. "Wenn sich alle beteiligen, kommen wir pro Jahr auf eine fünfstellige Summe", sagte Denecke. "Aber natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden."

Im Idealfall werde das Geld auf ein Sonderkonto der Stadt eingezahlt und fließe in einen Fonds für die Flüchtlingshilfe. Denecke: "Wir erhalten unsere Aufwandsentschädigung von der Allgemeinheit, da finde ich es sinnvoll, etwas zurückzugeben."

(mrö)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Meerbusch: Ratsherr spendet zehn Prozent seiner Bezüge


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.