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Meerbusch
Rekordergebnis für Bauverein Meerbusch

Meerbusch. Vor allem die Dorfresidenz lässt die Kassen klingeln. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Von Ludwig Krause

Von wegen immer älter und weniger: Die Bevölkerung entwickelt sich anders als noch vor einigen Jahren prognostiziert: Zu der Zuwanderung aus EU-Ländern ist die aus Krisenländern gekommen. Weil Düsseldorf, Meerbusch und Neuss attraktiv sind, rechnen Experten bis 2040 mit einem Bevölkerungszuwachs von mehr als zehn Prozent. Wohnraum in den Ballungsräumen bleibt begehrt: In den Städten entlang der Rheinschiene fehlen Prognosen zufolge auch in den kommenden Jahren bezahlbare Wohnungen für Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen. Genau der also Sektor, den der Bauverein Meerbusch bedient.

Dementsprechend möchte die Genossenschaft in den kommenden Jahren investieren. Bereits begonnen wurde mit der Planung eines Wohn- und Geschäftshauses an der Düsseldorfer Straße. Dort entstehen neben der neuen Geschäftsstelle des Bauvereins auch drei Wohnungen. Außerdem sollen acht öffentlich geförderte Zwei-Zimmer-Wohnungen auf der Moerser Straße in Büderich entstehen, die in den kommenden zehn Jahren an die Stadt Meerbusch vermietet werden. "Und weitere Projekte sind in Planung", sagt Geschäftsführer Peter Wulbeck.

Dabei hat man bereits ein starkes Jahr im Rücken. Der Bauverein schaut auf ein Geschäftsjahr 2015 zurück, das der Vorstand selbst im Jahresbericht schlicht "hervorragend" nennt. Und das vor allem aus zwei Gründen: satte Zugewinne bei den Sollmieten und deutlich zurückgegangene Sanierungskosten. "Das ist ein Rekordjahr für uns. Zum ersten Mal haben wir einen Jahresüberschuss von mehr als einer Million Euro erzielt", sagt Wulbeck. Mit 1,02 Millionen Euro liegt der Bauverein 767.000 Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. In der im Herbst 2014 fertiggestellten Dorfresidenz an der Dorfstraße in Büderich ist zum ersten Mal ein volles Jahr an Miete fällig geworden. Damit kann der Bauverein ein Plus von 375.000 Euro an Sollmieten verbuchen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete ist gegenüber dem Vorjahr um 0,07 Euro pro Quadratmeter gestiegen und beträgt 6,21 Euro. Im Gewerbe werden durchschnittlich 16,67 Euro pro Quadratmeter fällig. Dem gegenüber stehen Einsparungen von 504.000 Euro bei den Sanierungskosten. "Damit befinden uns wieder auf dem Niveau eines gewöhnlichen Jahres. Im Jahr 2014 lagen wir aufgrund besonderer Sanierungsmaßnahmen an einigen Objekten deutlich darüber", sagt Wulbeck.

Der Wohnungsbestand der Genossenschaft umfasst 790 Wohnungen und zehn Gewerbeeinheiten.

Quelle: RP
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