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Meerbusch
Ricardo Ojeda Lara gewinnt ATP-Turnier

Meerbusch: Ricardo Ojeda Lara gewinnt ATP-Turnier
Ricardo Ojeda Lara heißt der Sieger beim ATP-Turnier 2017 in Meerbusch. Der 24 Jahre alte Spanier warf sich nach dem Matchball vor Freude auf den roten Center Court. Für den letzten Turniertag hatten die Wirtschaftsbetriebe Meerbusch (wbm) Freunde und Sponsoren zum Empfang eingeladen. Das Foto rechts zeigt wbm-Geschäftsführer Albert Lopez (v.l.), Turnierdirektor Marc Raffel und wbm-Aufsichtsratsvorsitzender Werner Damblon. FOTO: S. Frings (2), J. Hagenacker
Meerbusch. Ein Spanier hat die Überraschung geschafft und das Tennis-Challenger-Turnier auf der Anlage von Grün-Weiß-Rot Büderich gewonnen. Zum fünften Mal traten Weltklassespieler in Meerbusch an. Turnierdirektor Marc Raffel ist sehr zufrieden. Von Tino Hermanns

Ricardo Ojeda Lara bekommt weiche Knie und stürzt kontrolliert, aber aus vollen Halse jubelnd zu Boden. Es ist nicht die Erschöpfung, sondern pure Glückseligkeit, die den 24-Jährigen freiwillig den engeren Kontakt mit dem roten Sand aufsuchen lässt. Ojeda-Lara hat gerade die Überraschung geschafft und das Tennis-Challenger-Turnier "Bucher Reisen Grand Prix" auf der Anlage von Grün-Weiß-Rot Büderich gewonnen. "Das ist der größte Sieg, den ich in meiner bisherigen Karriere feiern durfte. Ich bin so glücklich", erklärte Ojeda-Lara.

Der Mann aus El Puerto de Santa Maria, in der Nähe von Cadiz gelegen, überraschte die knapp 1000 Endspiel-Zuschauer und besonders sich selbst. Vor dem fünften Challenger-Turnier in Meerbusch wurden der Bayreuther Florian Mayer (Weltrangliste 62), der Belgier Steve Darcis (WR 64) oder der Meerbusch-Sieger 2015 Andreas Haider-Maurer aus Österreich als Titelfavoriten gehandelt, aber von Ojeda-Lara hatte kaum jemand etwas gehört.

Haider-Maurer hatte es, nachdem er Mayer im Viertelfinale in drei hart umkämpften Sätzen bezwingen konnte, bis ins Finale geschafft und fast alle rechneten mit einer Wiederholung seines 2015er Erfolgs. Doch das Laufwunder von der iberischen Halbinsel hatte etwas dagegen.

Wie eine Gummiwand brachte Ricardo Ojeda Lara nahezu jeden Ball wieder zurück und den Österreicher an den Rand der Verzweiflung. Haider-Maurer musste immer größeres Risiko gehen und traf eben nicht jeden Ball. "Ein Knackpunkt war sicherlich, dass ich zum Ende des ersten Satzes vier Breakbälle nicht habe nutzen können", analysiert der Mann aus Innsbruck nach dem Spiel. "Am Ende hat Ricardo sicherlich verdient gewonnen. Nach den drei Drei-Satz-Matches in dieser Woche, war ich körperlich auch ein bisschen müde."

Trotz der Niederlage war aber auch Haider-Maurer zufrieden. "Nach meiner Fußverletzung bin ich jetzt wieder einen Monat fit und Meerbusch war mein erstes Turnier, bei dem ich wieder Punkte für die Weltrangliste sammeln konnte. Ich fühle mich einfach rundum wohl hier und komme nächstes Jahr gerne wieder", sagte der Meerbuscher "Vizemeister".

Für den Unterlegenen geht es jetzt zu den US-Open nach New York, dem letzten Grand Slam-Turnier des Jahres, während Ojeda Lara zum nächsten Challenger-Turnier nach Manierbo (Italien) fährt. Haider-Maurer war vor seiner 19-monatigen Verletzungspause schon mal die Nummer 47 der Welt und darf deshalb bei den großen Turnieren mitspielen. Den Meerbusch-Sieger werden die 95 Zähler für die Weltrangliste erstmals in seiner Karriere unter die Top-200 hieven. Das macht auch den Spanier zufrieden.

Mehr als zufrieden war am Ende Turnierdirektor Marc Raffel. Das Wetter schwächelte zwar im Laufe der Turnierwoche ein paar Mal, doch das waren die einzigen Schwächen, die beim fünften Challenger-Turnier in Meerbusch auftraten. "Ich bin glücklich und ein kleines bisschen stolz", resümiert Raffel. "Ich glaube, Meerbusch kann auch ein bisschen stolz sein.

Final-Ergebnisse "Bucher Reisen Tennis Grand Prix 2017" Einzel : Ricardo Ojeda Lara gegen Andreas Haider-Maurer - 6:4, 6:3

Doppel: Kevin Krawietz/Andreas Mies gegen Dustin Brown/Antonio Sancic - 6:1, 7:5

Quelle: RP
 
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