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Meerbusch
Rockband aus Büderich stürmt die Charts

Meerbusch: Rockband aus Büderich stürmt die Charts
Claus Pütz, Sebastian Beyer, Mike Duda und Alexander Wolfart haben ihre Karriere in Büderich begonnen. Heute füllen sie die Clubs in ganz Deutschland und platzieren ihr neues Album in den Charts. FOTO: Christian Thiele
Meerbusch. Heute steigt die Meerbuscher Rock-Band "Massendefekt" mit ihrem neuen Album auf Platz 33 in die deutschen Album-Charts ein Von Marcel Romahn

Heute ist es so weit: "Zwischen gleich und anders" heißt die neue Scheibe der Meerbuscher Rock-Band "Massendefekt", die heute auf Platz 33 in die Album-Charts einsteigt. Zu einem der Songs auf der Platte, dem Titel "Endlosschleifen", haben die Rocker sogar ein Musikvideo produziert, aufgenommen in Büderich und am Düsseldorfer Rheinufer. Warum ausgerechnet dort? "Weil wir eine waschechte Meerbuscher Band sind", sagt Sänger und Gitarrist Claus Pütz. "Und unsere Wurzeln haben wir nicht vergessen."

Schon seit 2001 spielen Claus Pütz, Sebastian Beyer, Mike Duda und Alexander Wolfart bundesweit auf Konzerten, Festivals und Clubveranstaltungen und füllen dabei die Hallen der Republik mit bis zu 700 Zuschauern. "Am Anfang waren wir noch keine richtige Band", meint Claus Pütz, "eher ein zusammengewürfelter Haufen, der Spaß an der Musik hatte." Doch das sollte sich schnell ändern: Ganz spontan nahmen die Jungs Kontakt zu Wolfgang Rohde auf. Der Schlagzeuger, genannt Wölli, spielte bis 1999 bei den Toten Hosen und lebt in Meerbusch.

"Wir sind einfach mal bei ihm vorbeigefahren", erinnert sich Pütz. "Und er hat sogar aufgemacht und mit uns gequatscht." Wenige Wochen später meldete sich Wölli wieder bei den jungen Musikern und bot an, eine Demo in seinem privaten Probestudio aufzunehmen – und sogar "eine Runde mitzutrommeln". Begeistert von dem Talent der Rocker ermutigte Wölli die Band, weiterzumachen. Das Resultat: Volles Haus beim ausverkauften Benefiz-Konzert im Lanker Atrium. 2002 spielten "Massendefekt" sogar beim ersten Rock-am-Turm-Festival mit.

"Das war schon ein Highlight", sagt Pütz, "denn vorher gab es so etwas in Meerbusch gar nicht." Später zog es die Band dann auch immer öfter in die Großstädte, zunächst in die Nachbarstadt Düsseldorf, später dann in die bundesweiten Metropolen und sogar nach Österreich. Ihre "Heimspiele" spielen sie jedoch nach wie vor in Düsseldorf, das nächste Mal am 23. Dezember im Stahlwerk zum Abschluss der aktuellen Tour. Zwar würde die Band auch gerne öfter in Meerbusch spielen, jedoch fehlen der Stadt dafür schlichtweg die Locations.

Seit Anfang des Monats läuft die Tour von "Massendefekt". Der Terminkalender ist an jedem Wochenende rappelvoll. Nach einer kurzen Pause im April geht es anschließend weiter bis zur Festivalsaison – strammes Programm. "Das ist genau der Punkt, an dem viele kleine Bands kaputt gehen", meint Pütz. "Der Stress wird immer größer und der Jahresurlaub geht für Auftritte und Interviews drauf." Deshalb müsse man sich entscheiden, ob die Musik weiterhin ein Hobby bleiben oder zum Beruf werden soll. Pütz ist Fotograf, Sebastian Beyer Installateur, Mika Duda Sozialarbeiter und Alexander Wolfart ist im Baugewerbe tätig. Wie lange noch? "Das werden wir sehen", sagt Pütz. "Aber für uns steht fest, dass wir mit der Musik nicht aufhören werden. Dafür haben wir schon zu viel investiert."

Also will die Band weiterhin "ihr Ding durchziehen". Mit rund 600 Konzerten auf dem Buckel sind sie auf einem guten Weg.

Quelle: RP
 
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