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Serie Meerbuscher Gesundheitstag
Schlaganfall - vermeidbar

Meerbusch. Am 17. September informieren Experten beim Gesundheitstag im St.-Elisabeth-Hospital. In Gastbeiträgen schreiben Referenten über ihre Vortragsthemen.

Frau S. sitzt gemütlich mit ihrem Mann beim ausgiebigen Frühstück. Plötzlich fällt ihr die Kaffetasse aus der Hand. Der Kaffee ergießt sich über den Tisch. Ihr Mann schaut sie besorgt an, denn etwas stimmt nicht mit seiner Frau. Sie sieht anders aus. Der linke Mundwinkel hängt schlaff herunter. Herr S. alarmiert sofort den Notarzt. Frau S. wird mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren.

Was ist passiert? Frau S. hat einen Schlaganfall erlitten. Im Krankenhaus wird Vorhofflimmern festgestellt. Das ist eine Herzrhythmusstörung, die durch die Bildung von Blutgerinnseln zu schweren Schlaganfällen führen kann. Frau S. hat großes Glück. Durch die schnelle Therapie im Krankenhaus ist der Schlaganfall ohne bleibende Schäden geblieben. Ihr Arzt erklärt ihr, dass sie in Zukunft ihr Blut verdünnen müsse, damit es nicht nochmal durch Blutgerinnsel zu einem Schlaganfall kommt. Zur Therapie der Blutverdünnung gibt es heute verschiedene Medikamente zur Auswahl. Es gibt das seit langem bewährte Marcumar. Dieses Medikament verdünnt das Blut, indem es die Bildung von Gerinnungsfaktoren hemmt. Es gibt auch neue Medikamente. Diese wirken direkt am Gerinnungsfaktor. Für beide Medikamente gibt es in Studien Beweise für eine gute Wirksamkeit. Welches Medikament für wen das richtige ist, bespricht der Patient am besten mit seinem Arzt.

VERA KLUSMANN, INTERNISTISCHE HAUSARZTPRAXIS IN LANK.

Quelle: RP
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