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Meerbusch
Schmierereien an Gesamtschule bleiben Gesprächsthema

Meerbusch. Die Meinungen, ob die Schulfeier für den Entlassjahrgang wegen der Schmierereien in und an der Schule zu Recht abgesagt wurde, gehen in ganz Meerbusch auseinander. Das belegen die zahlreichen Zuschriften an die RP-Redaktion. In der Nacht zu Mittwoch hatten bislang Unbekannte Hakenkreuze, pornografische Symbole und beleidigende Parolen auf den Boden des Schulhofes und des Parkplatzes, an das Gebäude und die Fenster gesprüht. Aus diesem Grund sagte die Schulleitung die für Freitag geplante Abschlussfeier des Jahrgangs 10 ab.

"Richtig entschieden", sagt RP-Leserin Michaela auf der Facebook-Seite. "Strafe muss sein." RP-Leser Christoph ist gegen die Fest-Absage: "Welchen Mehrwert für Schule, Schüler und Familien hat denn nun die Absage der Abschlussfeier? So sorgt man letztendlich für ein vollkommen gestörtes Verhältnis nach zehn Jahren Schule zu allen Beteiligten." Mario sagt: "Aktion erfordert Reaktion - absolut korrekt gehandelt." Angelika schreibt: "Der Schulleiter hat in der Kürze der Zeit eine Entscheidung treffen müssen. Er hat sich für die Absage entschieden. Das müssen alle akzeptieren." Ein anderer Leser warnt vor Vor-Verurteilungen. Bei seiner Abi-Feier sei es auch zu einem Schaden gekommen, er und seine Schüler hätten zahlen müssen, obwohl sie es gar nicht waren. Die Täter wurden Jahre später ermittelt - und die Schüler von damals hätten ihr Geld nicht zurückbekommen und auch nicht von der Aufklärung erfahren. RP-Leser Andreas: "Die Reaktion darauf ist überzogen, aber ein solches Fass aufzumachen, halte ich für übertrieben." Auch ein Schüler meldet sich zu Wort: "Ich war Schüler des 10. Jahrgangs dieser Schule, und uns wurde der Tag genommen, auf den wir uns gefreut haben. Die zehnte Stufe bestand aus 129 Schülern. Es waren sehr wahrscheinlich nur wenige, die die Schmierereien zu verantworten haben. Und alle stehen unter Generalverdacht." Die Schülervertretung lädt wegen der Schmierereien zu Freitag alle Klassen- und Kurssprecher sowie deren Vertreter zur dritten Vollversammlung ein.

(ak)
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