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Meerbusch
Schüler nach "Sieg Heil"-Rufen vom Abi-Streich ausgeschlossen

Meerbusch: Schüler nach "Sieg Heil"-Rufen vom Abi-Streich ausgeschlossen
FOTO: Dackweiler, Ulli (ud)
Meerbusch. Die drei Schüler des Städtischen Meerbusch-Gymnasiums (SMG) in Strümp, die während der Austragung des Oberstufen-Cups am vergangenen Freitag "Sieg Heil" riefen, dürfen an ihrer Schule bleiben.

Bei dem gestrigen Disziplinarverfahren wurde festgelegt, dass die drei Jugendlichen der Jahrgangsstufe Q2 vom heutigen Abi-Gag ausgeschlossen werden. Bis 12.30 Uhr dürfen sie das Schulgelände nicht betreten - die Zulassung zu den Abiturprüfungen, die heute verteilt werden, dürfen die Jugendlichen im Anschluss jedoch entgegennehmen.

"Die Schüler haben sich einsichtig gezeigt und bereuen ihr Fehlverhalten. Zudem gehen wir bei ihnen nicht von einem rechtsradikalen Hintergrund aus", sagt Dorothee Schiebler, kommissarische Schulleiterin des SMG.

In der offiziellen Stellungnahme der Schulkonferenz, die unserer Zeitung vorliegt, heißt es zudem: "Die Schulkonferenz distanziert sich in aller Deutlichkeit von jeglichen rechtsradikalen Tendenzen und Ansichten, die aus diesem Fehlverhalten ableitbar sein könnten. Wir tolerieren an unserer Schule ein solchen Verhalten nicht."

Nach Ansicht von Michael Eckert vom Meerbuscher "Bündnis gegen Rechts" fallen die Sanktionen gegen die Schüler zu milde aus. "Von einer Strafe kann man da nicht reden. Die Schule macht es sich etwas leicht an dieser Stelle." Die Schule solle vielmehr Gespräche mit den Schülern führen und geschichtliche Nachhilfe leisten. Das Bündnis werde sich zudem schnell an das Meerbusch-Gymnasium wenden und von sich aus das Gespräch suchen.

(jasi)
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