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Manfred Klausner
"So schnell wie möglich 40 Punkte holen"

Manfred Klausner: "So schnell wie möglich 40 Punkte holen"
Im Hauptberuf ist er Versicherungskaufmann, jetzt aber auch der neue Trainer des SSV Strümp: Manfred Klausner FOTO: falk Janning
Meerbusch. Manfred Klausner ist der neue Trainer des Fußball-Bezirksligisten SSV Strümp. Der 56-jährige gebürtige Tiroler arbeitet im Hauptberuf in Strümp als Versicherungskaufmann.

Der Trainerwechsel beim SSV Strümp kam für viele Fußballfans völlig überraschend. Wie kommt es, dass Sie Willi Radmacher ablösen, der beim SSV doch einen guten Job gemacht hat?

Klausner Das ist richtig. Willi Radmacher hat eine hervorragende Arbeit geleistet und ein gutes A-Liga-Team zu einem guten Bezirksligisten gemacht. Er wollte und konnte den Job an der Seitenlinie aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter ausüben. Da haben die Strümper mich gefragt. Willi Radmacher bleibt dem Verein als sportlicher Leiter erhalten. Da ist er mit seinen vielen Kontakten mindestens ebenso wichtig.

Was qualifiziert Sie für diesen Job?

Klausner Mein Vorteil ist, dass ich die Jungs nicht erst noch kennenlernen muss. Mein Sohn Frederic spielt in der Mannschaft. Ich kenne das Team in- und auswendig, habe mit einer Ausnahme alle Partien in dieser Saison gesehen. Zunächst haben wir eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende vereinbart. Wir wollen erst einmal herausfinden, ob wir zueinander passen. Wenn das funktioniert, werde ich über die Saison hinaus gerne Trainer bleiben.

Was ist die Stärke des Teams?

Klausner Das ist der Wille eines jeden, für den Verein alles zu geben. Der Stamm der Akteure ist seit acht, neun, manche seit zehn Jahren zusammen, die Identifikation ist riesengroß. Im Verein ist jeder für jeden da.

Und die Schwäche?

Klausner Das große Manko ist das Auslassen der Torchancen, und außerdem ist sie konditionell nicht auf der Höhe. Trotzdem war die Mannschaft in fast allen Spielen ihren Gegnern mindestens ebenbürtig, nur in einer einzigen Partie war sie wirklich unterlegen. Würde sie ihre Torchancen besser nutzen, hätte sie nur diese eine Partie verloren.

Was sind Ihre Ziele mit dem SSV?

Klausner Zunächst einmal so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke erreichen und damit den Klassenerhalt klarmachen.

Und über die Saison hinaus?

Klausner Unser Anspruch sollte der Aufstieg in die Landesliga sein. Das kann aber frühestens in zwei, drei Jahren passieren.

Was macht Sie so zuversichtlich? Ist es nicht verwegen, die Ziele so hoch zu stecken? Umso tiefer stürzen Sie doch im Falle eines Scheiterns...

Klausner Das ist überhaupt nicht verwegen. Der SSV hat eine Klasse-Mannschaft. Einige Jungs könnten spielend in der Landesliga kicken. Sie haben aber allen Angeboten von höherklassigen Vereinen widerstanden, weil sie nicht auf das kameradschaftliche Umfeld und die Freunde beim SSV verzichten wollten.

Ist denn der erneute Aufstieg mit dem aktuellen Team zu schaffen?

Klausner Nein, auf keinen Fall, ohne Verstärkungen haben wir keine Chance. Da brauchen wir zwei, drei Akteure, die uns sofort weiterbringen und die Spitze verstärken.

Es wird aber doch sicher schwierig, solche Spieler nach Strümp zu locken, wo es ja kein Geld zu verdienen gibt, oder?

Klausner So sieht's aus. Unser großes Pfund sind die Kameradschaft und ein intaktes Vereinsleben.

FALK JANNING STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
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