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Meerbusch
Sonntagsmittags auf dem Büdericher Rheindeich

Meerbusch: Sonntagsmittags auf dem Büdericher Rheindeich
Rolf Rautenberg, Birgit Donzelmann, Beate Rautenberg und Klaus Pawelczyk haben es sich auf einer Bank auf dem Deich bequem gemacht. FOTO: Reichwein
Meerbusch. 12 Uhr am Sonntag auf dem Rheindeich am Apelter Feld: Hier ist der Bär los! Radfahrer, Skater, Jogger und Hunde bevölkern den Weg, jeglicher Couleur und Rasse. Ein leuchtend pinkes Trikot saust vorbei, gefolgt von einem Rennfahrer in Blau. Kurz darauf eine Gruppe Senioren, die gemächlich vor sich hin radelt und den Blick auf den Rhein genießt.

Gerade tuckert ein Frachter mühsam stromaufwärts. Kurz darauf zieht ein Flugzeug laut über den Deich hinweg. "Das ist ein Unding, dass die Flugzeuge mitten über dem Stadtgebiet starten", ärgert sich ein Mann, der gerade mit seiner Frau Pause auf einer der Bänke macht. Sie genießen die Landschaft mit den saftig grünen Wiesen, blauen und weißen Blumen, die Erlen am Flussufer. Hier hat der Sturm im letzten Jahr offensichtlich keine Lücken gerissen. Viele Hunde tollen im Rheinvorland herum. Der Wanderparkplatz am Apelter Weg scheint besonders bei Hundebesitzern äußerst beliebt zu sein. Aus einem Auto steigen drei junge Leute mit gleich fünf Exemplaren aus. Kaum haben sie den Deichweg überquert, sausen diese los. Dass es hier an diesem Tag zu keinem Zusammenstoß kommt, ist ein kleines Wunder.

"Sitz! Platz!" ermahnt ein Mann seine Paula, die der Anweisung folgt und dafür belobigt wird. Ein kleiner weißer Pinscher ist dagegen nicht so Ohr. Er trottet einfach weiter, während Frauchen ihrer Freundin munter vom Urlaub auf Cape Cod erzählt. Auch andere Fußgänger queren den Weg. Eine Familie ist mit Decken, Klappstühlen, Kühlboxen und einem Kinderwagen auf dem Weg hinunter zum Rhein, um ein Picknick zu machen. Nun zischt ein Mann im Liegerad vorbei, kurz darauf drei Jugendliche mit einem Einrad. Eigentlich ist alles vertreten, was Räder hat. Birgit und Klaus Donzelmann sowie ihre Freunde Beate und Rolf haben schon eine ordentliche Strecke mit dem Fahrrad von Mülheim/Ruhr aus hinter sich. Sie wollen weiter nach Düsseldorf und dort den letzten Tag der Kirmes genießen.

Ein bisschen aus der Zeit gefallen zu sein scheint ein Angler, der in Anglerkluft und mit Ausrüstung die Treppe zum Deich hochkommt. "Ich habe heute einen Zander gefangen", berichtet er stolz. "Aber nun wird es mir zu unruhig hier", sagt er und strebt nach Hause.

(kir)
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