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Meerbusch
Spatenstich nach 26 Jahren Planung

Meerbusch: Spatenstich nach 26 Jahren Planung
Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel gestern beim Spatenstich zum Ausbau der Böhlerstraße an der Grenze beider Städte. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Meerbusch. Ende nächsten Jahres soll die Böhlerstraße zwischen Meerbusch und Düsseldorf ausgebaut sein. Gestern trafen sich Vertreter beider Städte an der Stadtgrenze. Die Baukosten von 9,35 Millionen Euro teilen sich beide Kommunen. Von Anke Kronemeyer

1990 entstand der erste Plan, verschwand wieder in den Aktenschränken, wurde immer mal wieder hervorgeholt, verworfen, neu überdacht - und gestern, nach gut 26 Jahren, gab es den ersten Spatenstich auf Basis dieser Idee. Die Böhlerstraße wird ausgebaut - und das auf dem Gebiet von gleich zwei Städten. Meerbusch und Düsseldorf teilen sich darum auch die Baukosten in Höhe von 9,35 Millionen Euro, die Stadt Düsseldorf übernimmt dabei die Planung.

Mit der Verlängerung der Böhlerstraße soll eine Lücke zwischen der Krefelder Straße (L392) und der Brüsseler Straße (B7/A52) geschlossen und die umliegenden Wohngebiete von Verkehr entlastet werden. Das soll sich nach dem Wunsch der Planer zum Beispiel auf die Marienburger Straße in Büderich auswirken, aber auch auf die Heerdter Landstraße, die Pariser Straße und die Krefelder Straße in Düsseldorf. Mit dem Ausbau der Böhlerstraße soll eine schnelle Anbindung an das Fernstraßennetz sichergestellt werden und eine Zubringerstraße zum überörtlichen Straßennetz entstehen. Weiterer Nebeneffekt: Durch den Ausbau der knapp 700 Meter langen Böhlerstraße werden gleich mehrere gebaute und zukünftige Wohngebiete erschlossen: zwei am Areal Böhler, eines an der Krefelder Straße.

Zurzeit verbindet die Böhlerstraße nur die Hansaallee mit der Krefelder Straße. Zwischen der Krefelder Straße und der Kevelaerer und Neusser Straße gibt es bislang nur den Böhlerweg, der von Fußgängern, Radfahrern oder landwirtschaftlichem Verkehr genutzt werden kann. Autos sind dort verboten. Das soll sich aber Ende des nächsten Jahres ändern, wenn die Straße ausgebaut wird. Zur Seite des neuen Wohngebiets an der Krefelder Straße ist ein Lärmschutzwall geplant. Der reicht bis hinter die Kita - und genau das ist den Anwohnern zu wenig. Sie wollen, dass dieser Wall bis zur Neusser Straße verlängert wird. Um ihre Bedenken zu untermauern, sammelten die Anwohner Unterschriften. Sonja Tyborski überreichte im Beisein vieler anderer Anwohner diese 849 Unterschriften gestern an Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Er und Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hatten gestern Mittag auf Düsseldorfer Stadtgebiet zum Spaten gegriffen, um die Baustelle offiziell freizugeben. Mit dabei Michael Assenmacher, Technischer Beigeordneter, Wolfgang Trapp als früherer Fachbereichsleiter und sein Nachfolger Matthias Unzeitig, von Düsseldorfer Seite Beigeordneter Stephan Keller und Andrea Blome als Chefin des Verkehrsmanagements. "Dieser Ausbau ist ein guter Beweis für gelebte interkommunale Zusammenarbeit", so Mielke-Westerlage. Es sei ein langer Weg von der Planung zur Realisierung gewesen. Thomas Geisel: "Wir sind alle froh, dass wir jetzt mit dem Bau beginnen können."

Die Böhlerstraße wird insgesamt 14,25 Meter breit und mit je einem Fahrstreifen von 3,25 Metern pro Richtung ausgebaut. An den Knotenpunkten sind zusätzliche Fahrstreifen vorgesehen. Radfahrer und Fußgänger können sich zwischen der Neusser und der Krefelder Straße auf der Südseite in beide Richtungen auf einem zwei Meter breiten Radweg und einem 1,40 Meter breiten Gehweg bewegen. Der Radweg wird von der Fahrbahn durch einen 2,25 Meter breiten Grünstreifen abgetrennt. Für den Ausbau der Straße muss auch eine 400 Meter lange unterirdische Hochdruckgasleitung verlegt werden. Es wird zwar mit einigem Autoverkehr gerechnet, aber nicht so viel, dass gleich ein Flüsterasphalt aufgetragen werden muss.

Quelle: RP
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