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Meerbusch
Spitzentreffen zur Flüchtlingsfrage

Meerbusch. Noch ist offen, ob das Land Meerbusch weitere Flüchtlinge zuweist

Im Rhein-Kreis Neuss werden vermutlich bald neue Notunterkünfte für Flüchtlinge nötig. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer eines Spitzentreffens, zu dem Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) die Vertreter der Städte und Gemeinden eingeladen hatte. Ob und wann mit weiteren Zuweisungen nach Meerbusch gerechnet werden muss, ist derzeit auch nach Angaben des Landrates offen.

Aktuell haben neben Meerbusch auch die Städte Grevenbroich und Dormagen im Auftrag des Landes jeweils rund 150 Asylbewerber in Notunterkünften untergebracht.

Landrat, Bürgermeister und Beigeordnete der kreisangehörigen Kommunen besprachen das weitere gemeinsame Vorgehen in der Flüchtlingsfrage. Für die medizinische Erstversorgung und die notwendigen Impfungen der Asylbewerber sorgt zunächst das Kreisgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten - und stößt dabei an Grenzen. Zu diesem Schluss kommt Kreisdirektor Dirk Brügge, den Petrauschke zum Koordinator einer Arbeitsgruppe für die Flüchtlingsfragen bestellt hat.

In Schreiben an Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) und NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) berichtet Brügge von den Schwierigkeiten, die sich in den vergangenen Wochen ergeben hatten. Da die medizinische Erstversorgung der Asylbewerber erste Priorität habe, werde das Kreisgesundheitsamt "das übliche Aufgabenspektrum in angemessenem Maße nicht mehr bewältigen können", wie es in den Briefen nach Düsseldorf heißt. Dazu zählten etwa Prüfungen der Heil- und Hilfsberufe oder Untersuchungen zur Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.

(mrö)
 
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