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Meerbusch
Alexandra Platen sorgt mit ihrer Mannschaft für Furore in der Liga

Meerbusch. Die Handballerinnen des TuS Treudeutsch sind in der Oberliga Dritte. Für die Rückrunde haben sie sich vorgenommen, die Spitzenteams weiter zu ärgern Von Falk Janning

Alexandra Platen führt als Spielführerin die Mannschaft an, die in der Oberliga zur großen Überraschung der Hinrunde avancierte: Sie und ihre Teamkameradinnen vom TuS Treudeutsch 07 kletterten auf einen sensationellen dritten Platz, folgen den beiden Topfavoriten Fortuna Düsseldorf und TV Aldekerk an der Tabellenspitze dicht auf den Fersen und haben nur zwei Zähler Rückstand. Die Spielgestalterin fühlt sich in dem Team pudelwohl, hat beim TuS ihr Handballglück gefunden - und nicht nur das: auch privat ist die Spielgestalterin der Oberliga-Damen zufrieden, dass sie das Schicksal nach Lank führte, schließlich hat sie dort den Mann kennengelernt, den sie in diesem Jahr geheiratet hat. Es war also ein perfektes Jahr für die 32-Jährige, die dienstälteste Spielerin im Kader der Blau-Weißen ist. "Ich fühle mich superwohl in Lank", sagt sie.

Nie hätte die gebürtige Niedersächsin vor einigen Jahren geglaubt, dass sie einmal eine neue sportliche Heimat finden würde, mit der sie sich so stark identifizieren kann, wie mit den Treudeutschen. Die leidenschaftliche Handballerin hatte während ihres Studiums in Göttingen fünf Jahre für die HSG Osterode/Harz in Hattorf gespielt und sich dort voll eingebracht. Die Truppe war in die Regionalliga aufgestiegen, der heutigen 3. Liga, und konnte sich dort bis heute halten. "Es war eine außergewöhnlich schöne Zeit dort. Und der Abschied von meinen Freundinnen ist mir sehr schwer gefallen", sagt sie. Alexandra Platen zog es aus beruflichen Gründen an den Niederrhein. Zunächst schloss sie sich dem Neusser HV an, wechselte dann nach einem Jahr zum TuS, für den sie schon fünf Spielzeiten absolviert hat und mit dem sie seit 2010 Neunter, Vierter, Achter, Siebter und Sechster in der Oberliga wurde. Den aktuellen Höhenflug mit dem neuen Coach Michael Cisik hatte niemand auf dem Zettel. "Nach holprigem Start haben wir uns immer mehr gesteigert", sagt die Spielgestalterin, die sich durch ihre Schnelligkeit und ihre Stärke im Eins-gegen-Eins behauptet.

Ihr Team verlor die ersten beiden Spiele gegen Wülfrath und in St. Tönis, gewann dann elf der folgenden zwölf Partien, unterlag dabei nur Fortuna Düsseldorf. "Unser bestes Spiel haben wir beim 27:25-Sieg über Spitzenreiter TV Aldekerk gemacht", so Alexandra Platen. "Dieser Erfolg vor der großen Heimkulisse war für mich der absolute Höhepunkt der Hinrunde." Stärke ihrer Mannschaft seien Teamgeist, Siegeswillen, Schnelligkeit und Spielstärke, und dass sie schwer auszurechnen ist. "In jedem Spiel schwingt sich jemand anderes zur besten Spielerin auf, mal ist es Birte Pitzen, die mit ihren Toren für den Sieg sorgt, ein anderes Mal Joana Jeschke, Madleine Hoffmann, Daniela Fay oder Sarah Rayani."

Für die Rückrunde wünscht sie sich, dass sie die Großen in der Liga weiterhin ärgern können und im oberen Tabellendrittel mitspielen. "Der Aufstieg ist absolut kein Thema, die 3. Liga wäre sportlich und finanziell nicht zu stemmen", sagt sie. "Mit der Oberliga holen wir schon das Optimale aus unseren bescheidenen Möglichkeiten heraus."

Quelle: RP
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