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Meerbusch
Die Konstante im Spiel des TSV

Meerbusch: Die Konstante im Spiel des TSV
Abwehrchef Stefan Galster (links) spielte eine starke Hinrunde. FOTO: Falk Janning
Meerbusch. Abwehrchef Stefan Galster gehörte während der sensationellen Hinrunde zu den stärksten Akteuren des Oberligisten Von Falk Janning

Diese Hinrunde wird Stefan Galster nicht so schnell vergessen. Der Innenverteidiger, der beim TSV Meerbusch nach Sami Purisevic und Florian Witte zu den dienstältesten Spielern gehört und bei dem Oberligisten schon seine sechste Spielzeit absolviert, hatte so richtig viel Spaß an der erfolgreichen ersten Saisonhälfte. Sie verlief für ihn persönlich glänzend, aber wichtiger noch: Auch das Team war überraschend erfolgreich und nach einer sensationellen Siegesserie sogar für eine Woche vor dem großen Aufstiegsfavoriten Wuppertaler SV Tabellenführer.

"Wenn uns vor der Saison jemand prophezeit hätte, dass wir mit 30 Zählern als Fünfter in die Winterpause gehen, wir hätten es nach der höchstens durchwachsenen Vorbereitung nicht geglaubt", sagt der 1,95-Meter-Hüne, der mit seinen starken Leistungen als Abwehrchef großen Anteil an der Bilanz hat. Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte das Team nur 21 Punkte und war Tabellenzwölfter. "Stefan war herausragend, in der Hinrunde unsere große Konstante", sagen die Trainer Olivier Caillas und Robert Palikuca über ihren Schützling auf der Innenverteidigerposition. Der Defensivkünstler, der vor seinem Engagement beim TSV beim VfL Tönisberg (Landesliga), Viktoria Goch (Verbandsliga) und 1. FC Kleve (Oberliga) spielte, lebt von seiner Zweikampfstärke, Schnelligkeit und seiner Erfahrung. Beim TSV agierte er auf der Position in der Mitte der Abwehrkette im Wechsel gemeinsam mit Robin Kreis oder Sami Purisevic.

Besonders gerne erinnert sich Galster an die Partien gegen die Spitzenteams aus Wuppertal und Uerdingen. "Unser bestes Saisonspiel haben wir im Oktober beim 2:2 gegen den KFC gezeigt", so der 30-Jährige, der bei Evonik als Mechaniker arbeitet. "Da war alles dabei: Viele Zuschauer, Leidenschaft, Rudelbildungen, wir haben ein 0:1 in ein 2:1 umgebogen und am Ende doch nur 2:2 gespielt. Das hat richtig viel Spaß gemacht." Die Partie gegen den früheren Bundesligisten war am zehnten Spieltag ein Teil der sensationellen Serie von elf Partien ohne Niederlage, durch die der TSV bis auf Platz eins kletterte.

Garant der Erfolgsserie waren für Galster die starken Außen und der gute Teamgeist. "Dennis Schmidt und Aleksandar Pranjes kamen erst Mitte der Vorbereitung, doch wir alle haben sie sehr gut aufgenommen. Das Mannschaftsgefüge ist einfach klasse, wir sind wie eine Familie." Das zahle sich auf dem Platz aus. "Da hilft jeder jedem. So auch bei der Defensivarbeit, auf die wir viel Wert gelegt haben. Die ganze Elf einschließlich der Stürmer hat sich an der Abwehrarbeit beteiligt", sagt der gebürtige Krefelder, der großer Fan von Borussia Dortmund ist.

So kam es, dass der TSV zu den abwehrstärksten Teams zählt und in sechs der ersten elf Partien kein Gegentor kassierte. Das hatte im Vorjahr ganz anders ausgesehen, da hatte die Truppe zur Winterpause 20 Gegentore mehr auf dem Konto.

Quelle: RP
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