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Meerbusch
Sportliche Ferien in Strümp und Lank

Meerbusch: Sportliche Ferien in Strümp und Lank
Kurze Verschnaufpause für die Mädchen. Gleich dreht Tanzlehrerin Pari Chopan (Mitte) wieder die Hip-Hop-Musik auf. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Eine Woche Hip-Hop stand in Strümp auf dem Programm. In Lank lernen die Kinder brasilianischen Fußball kennen Von Maike Billen

Hip-Hop-Musik dröhnt aus dem Tanzsaal. Die Mädchen ziehen die Füße über den Holzboden, strecken die Arme, klatschen zum Beat. Sogar Breakdance-Elemente wie den "Six Step" meistern sie. In der dritten Ferienwoche an der Martinusschule in Strümp übte Pari Chopan von der Osterather Musikschule "MusicArt" mit den Kindern eine Choreographie ein. "Was für ein Zirkus" war das Ferienmotto. Zwischen 75 und 115 Kinder waren für die vom OBV Meerbusch organisierte Betreuung in Strümp angemeldet. Zirkus ganz klassisch mit einer Clownsschule vor Ort und Zirkus alternativ mit Hip-Hop durften die Sprösslinge erleben.

Max und Fabio (v.l.) lassen Torwart Silas (rechts) mit ihrem Angriff keine Chance. FOTO: Hüskes, Achim (achu)

"Das Motto ist vor allem so zu verstehen, was für ein kleines und gesundes Chaos wir hier haben", erklärt Bianca Schlieper, stellvertretende Koordinatorin für die Ferienbetreuung an der Strümper Grundschule. In den Ferien gab es als "Zirkusschmaus" Zuckerwatte oder auch Clown-Kekse zum Nachtisch. Die Kinder bastelten Jonglierbälle und durften Luftballontiere aufblasen. In der zweiten Woche gab es Besuch von der Pädagogin und Clownin Diana Drechsler.

Den Hip-Hop-Kurs hatten sich die Kinder in den vergangenen Ferien immer wieder gewünscht. Nun wurde der Wunsch erfüllt. Die einstudierte Choreographie möchten sie heute Mittag um 14.30 Uhr den Eltern präsentieren.

Richard (8) presst seine Nase an eine Fensterscheibe vom Tanzsaal. Der Achtjährige würde ja schon gerne mitmachen. "Aber heute tanzen nur Mädchen", sagt Richard. Der Stolz überwiegt - der Junge wendet sich zum Fußballfeld auf dem Schulhof. Dort kicken und disputieren die Kinder. "Linie! Linie!", reklamiert eine Mannschaft. Der Ball war gegen den Pfosten aus dem Tor heraus geprallt. Die Spieler reden auf die Schiedsrichter ein. Jan (8) und Amelia (7) teilen sich den Job: Jan pfeift, Amelia zeigt die gelbe oder rote Karte bei Fehlverhalten. "Nein, kein Tor", beschließt Jan mit ernster Miene. Wenige Minuten später Unterbrechung: Ein Spieler beschwert sich über seinen Platzverweis. Er wirft den Schiedsrichtern vor, parteiisch zu sein. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. In einem Team spielen zwei Brüder von Amelia. Dessen Gegner hatten zuvor allein deshalb gelb gesehen, weil sie angeblich jemanden ausgelacht haben. Eine Betreuerin bringt die erhitzten Gemüter runter und schlichtet. Das Spiel wird wiederholt, die 20 Minuten laufen. Die Kinder gehen das Spiel professionell an. Bianca Schlieper sagt: "Ich finde es schön, wenn die Kinder so viel Eigeninitiative zeigen."

Quelle: RP
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