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Meerbusch
Sprungturm: Neuanschaffung günstiger als Sanierung

Meerbusch. Die Meerbuscher Stadtverwaltung informiert in den Ausschussunterlagen für die nächste Sitzung des Hallenbadausschusses (21. Juni, 17 Uhr, Dr.-Franz-Schütz-Platz), dass auf die geplante Sanierung des alten Sprungturmes im Büdericher Hallenbad verzichtet wird. Zwar hatte die Politik die Erneuerung beschlossen, dies aber noch nicht klarer definiert - entsprechend verwundert waren Ratsherren, als sie kürzlich bei der Hallenbadbesichtigung den Turm nicht mehr sahen.

Wie die Stadt jetzt in der Vorlage informiert, wurden bei der Untersuchung des alten Sprungturms Korrosionsschäden festgestellt. Eine Sanierung wäre laut Stadt deutlich teurer gewesen als der Neubau.

Eine Sanierung der bestehenden Sprunganlage einschließlich Aufdoppelungen der Sprungplattformen, Erneuerung der Aufstiegsleitern und Geländer sowie der Betonsanierung hätte nach Berechnungen des beauftragten Planungsbüros Kosten in Höhe von 58.000 Euro netto verursacht. Demgegenüber stünden Kosten für Abbruch und Entsorgung der alten Sprunganlage von 4700 Euro und für eine neue Sprunganlage mit Ein-Meter-Brett und Drei-Meter-Plattform in Höhe von 35.000 Euro. Die neue Sprunganlage ist somit 18.300 Euro günstiger als der Erhalt des alten Turmes.

Ein Fünf-Meter-Turm kann nicht gebaut werden. Wie die Stadt erläutert, sehen die Richtlinien für den Bäderbau für einen Fünf-Meter-Sprungturm vor, dass sich bis zu einer Höhe von drei Metern über dem Sprungbrett eine freie Fläche befinden muss. Mit der geplanten Vari-ante der Hallenbadsanierung wäre dies nicht möglich. Der Turm könnte maximal 4,60 Meter hoch sein. "Diese Höhe ist sportrechtlich nicht nutzbar", teilt die Stadt Meerbusch mit. Der neue Sprungturm soll leicht versetzt zur Beckenachse errichtet werden. Der Schwimmbetrieb muss dann nicht komplett gesperrt werden wie früher beim Fünfer.

(sep)
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