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Meerbusch
Stadt investiert 886.000 Euro in Schulen

Meerbusch: Stadt investiert 886.000 Euro in Schulen
Volkmer Mowinski (l.) ist der Hausmeister in der früheren Hauptschule in Osterath. Er lässt sich von Claus Klein die Umbaupläne erklären. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Diese Bauarbeiten haben bereits Tradition: Jedes Jahr nutzt die Stadt die Sommerferien, um Schulen zu sanieren. In diesem Jahr wird in zehn der 13 Schulen gearbeitet. Im Mittelpunkt steht der Umbau der Hauptschule in Osterath. Von Anke Kronemeyer

Mit 340.000 Euro nimmt der Umbau der Hauptschule am Wienenweg in Osterath in ein Gebäude für den Grundschulverbund den größten Posten ein. Die Barbara-Gerretz-Schule und die Erwin-Heerich-Schule wurden aufgelöst, in der Hauptschule wurde vor den Ferien der letzte Jahrgang betreut. Aus dem Gebäude wird jetzt eine Grundschule mit Ganztagsbetreuung. Und genau das bedeutet schon einen großen Umbau: So werden die alten Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu Küchen- und Betreuungsräumen umgebaut. In diesem Bereich entstehen auch neue Personaltoiletten für die Mitarbeiter des Osterather Betreuungsvereins (OBV), die sich um die Kinder nach dem Vormittagsunterricht kümmern.

Außerdem sind wegen Brandschutzauflagen neue Fluchtwege nötig, die im Erdgeschoss und im ersten Stock installiert werden. "Das alles in sechs Wochen zu stemmen, bedeutet für uns alle schon einen enormen Zeitdruck", so Claus Klein, bei der Stadt Meerbusch Leiter Service Immobilien.

Das war mal eine Lehrküche und wird ein Essensraum für die neuen Schüler, die ab August dort unterrichtet werden. FOTO: Dackweiler Ulli

Das Gebäude stammt aus den 60er Jahren und wurde im Laufe der Jahre immer wieder aufgestockt oder renoviert. In Spitzenzeiten wurden dort 350 Schüler unterrichtet, 180 werden es demnächst sein. Auch der Schulhof soll neu gestaltet werden - das aber nicht aus dem Sanierungsetat, sondern betreut vom Fachbereich 11, der für Grünflächen zuständig ist. Weitere Investitionen in den Schulen:

Gesamtschule 100.000 Euro werden für neue Gebäudeleit- und Regeltechnik für die Heizungsanlage investiert. "Die Technik stammt aus den 70er Jahren und ist sehr störanfällig," so Klein. Darum werde auf digitale Technik umgestellt.

Meerbusch-Gymnasium 252.000 Euro werden für einen neuen Hauswirtschaftsraum inklusive einer neuen Küche und eines neuen Bodens sowie einem frischen Anstrich investiert. "Das Gymnasium wartet seit mindestens fünf Jahren auf eine neue Küche, jetzt bauen wir dort die aus der Hauptschule Osterath ein", so Klein.

Theodor-Fliedner/Martinus-/Hauptschule 20.000 Euro kostet in allen drei Schulen eine neue Isolierung der Heizungsleitungen.

Eichendorffschule/Turnhalle Hauptstraße/Hauptschule/Turnhalle Stettiner Straße 60.000 Euro kostet die Instandsetzung der Blitzschutzanlagen. Claus Klein: "Wir haben dafür ein eigenes Programm aufgelegt." Bei regelmäßigen Prüfungen sei festgestellt worden, dass die alten Anlagen große Mängel hätten und dass, wenn der Blitz einschlägt, große Schäden entstehen könnten.

Realschule Osterath 84.000 Euro kosten die neuen Bodenbeläge in den zehn Klassenräumen, 10.000 Euro kostet ein neuer Anstrich. "Je mehr Schüler eine Schule besuchen, um so mehr Abnutzungserscheinungen gibt es", so Klein. Und so sei zum Beispiel die Farbe an den Wänden in den Fluren ziemlich abgeblättert.

Eichendorff-Schule 20.000 Euro werden in den neuen Bodenbelag in der Aula investiert.

Für all die Arbeiten müssen verschiedene Firmen bis zum Schulbeginn am 24. August koordiniert werden. Ob alles klappt? Klein: "Das ist immer ein Vabanquespiel, und meistens sind die Handwerker noch da, wenn die ersten Lehrer kurz vor dem offiziellen Schulbeginn wieder anfangen und ihre Stundenpläne schreiben."

Quelle: RP
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