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Meerbusch
Stadt unterstützt Gratis-WLAN-Netz

Meerbusch: Stadt unterstützt Gratis-WLAN-Netz
Die ersten Router sind schon da: Alexandra Schellhorn vom Stadtmarketing, Marc Janßen (Verein Freifunk Rheinland) und Alice Wiegand, Leiterin der städtischen IT-Abteilung, haben im Büdericher Rathaus den ersten installiert. Weitere Knotenpunkte fürs Gratis-WLAN folgen. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Die Initiative Freifunk ist auf dem Vormarsch: In Büderich, Osterath und Lank richtet die Stadtverwaltung bald insgesamt 20 Router ein, durch die der Internet-Zugang kostenlos möglich ist. Von Martin Röse

In den kommenden Tagen wird die Stadtverwaltung insgesamt 20 Router in Betrieb nehmen und damit das Gratis-WLAN-Netz des gemeinnützigen Vereins Freifunk in Meerbusch deutlich verstärken. So können Meerbuscher und Gäste der Stadt im Grünen kostenfrei an immer mehr Orten mit Smartphone oder Tablet-Computer im Internet surfen. Einen entsprechenden Antrag der Fraktion Die Linke/Piratenpartei hatte der Hauptausschuss einstimmig verabschiedet. Aktuell sind 14 Freifunk-Router in Meerbusch in Betrieb.

"Der Bereich Dr.-Franz-Schütz-Platz soll möglichst großflächig WLAN erhalten. Dazu werden wir auf dem Rathaus an der Dorfstraße, dem Verwaltungsgebäude und der Stadtbibliothek Router aufstellen", erklärte Alice Wiegand, Leiterin der IT-Abteilung der Stadtverwaltung. In Osterath soll das Dreieck zwischen dem Verwaltungsgebäude am Bommershöfer Weg und der Volkshochschule an der Hochstraße künftig Gratis-WLAN bieten. Und in Lank wird die Verwaltung die städtischen Router im Forum Wasserturm installieren.

Auch die Flüchtlingsunterkünfte in Büderich und Lank sollen Zugang zum Gratis-WLAN erhalten. Vor einem Vierteljahr hatte der TuS Bösinghoven einen entsprechenden Router für die dort untergebrachten syrischen Flüchtlinge gespendet. "Das Beispiel von Bösinghoven stößt auf gute Resonanz", sagte Wiegand. "Auch den anderen Asylbewerbern wollen wir ermöglichen, kostenlos Kontakt mit der Heimat aufzunehmen."

Die 20 Router (Stückpreis: 40 Euro) seien bereits bestellt, bei der Telekom die Installation von DSL-Leitungen beantragt. Zurzeit verfügen zumindest die beiden Flüchtlingsheime in Lank und Büderich gar nicht über einen entsprechenden Internetzugang. An den übrigen Standorten wird die Leistung des DSL-Anschlusses von 16 MBit auf 50 MBit erweitert. So bleiben auch die Ladezeiten kurz, wenn viele Menschen gleichzeitig das Internet nutzen.

Einen ersten Testlauf gab's bereits: Beim Rathausgartenfest am 5. Juli nahm die Stadtverwaltung den ersten Router im Rathaus an der Dorfstraße in Betrieb. Wiegand hofft auf Nachahmer bei Gewerbebetrieben und Gastronomie. Hintergedanke: Wer seinen Kunden und Gästen freies WLAN anbietet, macht seinen Betrieb attraktiv. Das Meerbuscher Stadtmarketing plant, entsprechende Firmen bald anzusprechen. So könnte das Gratis-WLAN-Netz immer stärker wachsen und Meerbuscher Bürger hätten an immer mehr Orten frei zugängliches WLAN.

"Entsprechend geeignete Router gibt es bereits ab 20 Euro", sagt Wiegand. Die von der Stadt bestellten seien etwas teurer, weil sie mehr Leistung hätten. "Und die Mitglieder des Vereins Freifunk Rheinland unterstützen gerne mit Fachwissen die Einrichtung. Das ist eine sehr aktive, sehr smarte Gruppe."

Zu ihr zählt auch der Büdericher Marc Janßen. Er half vor drei Monaten bei der Einrichtung des Freifunk-Routers für die syrischen Flüchtlinge und stand auch parat, als die Stadt kürzlich den ersten Router zum Rathausgartenfest in Betrieb nahm. Ehrenamtlich sitzt er für die Piratenpartei im Stadtrat; er brachte auch den Antrag auf die städtische Unterstützung des WLAN mit auf den Weg.

Quelle: RP
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