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Meerbusch
Stadtdelegation besucht Generalkonsul Japans

Meerbusch. Die Verbindung Meerbuschs zur Partnerstadt Shijonawate wird immer intensiver. Eine Meerbuscher Delegation hat jetzt Generalkonsul Ryuta Mizuuchi und seine Gattin Akimi Mizuuchi in seiner Residenz in Erkrath besucht. Angeführt wurde die städtische Delegation von Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Dorothee Schiebler, Leiterin des Meerbusch-Gymnasiums, deren Schule eine Partnerschaft zu Shijonawate pflegt und die derzeit einen weiteren Austausch vorbereitet. Das Abendessen diente auch der Vorbereitung der Reise vom 13. bis 16. April - Mielke-Westerlage und ihre beiden Stellvertreter werden dann die japanische Partnerstadt besuchen. Von Sebastian Peters

Nach der Stadt Köln, die bereits seit Jahren eine Partnerschaft mit Kyoto pflegt, ist Meerbusch erst die zweite Kommune in Nordrhein-Westfalen, die ihre Verbindung mit einer japanischen Stadt auf offizielle Füße gestellt und eine Städtepartnerschaft geschlossen hat. "Meerbusch versteht die Partnerschaft mit Shijonawate als Zeichen mit hoher Symbolkraft", sagte Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage im Anschluss an das Treffen in Erkrath. Sie verweist darauf, dass zehn Prozent der rund 56.000 Einwohner Meerbuschs Ausländer aus über 100 verschiedenen Nationen seien. "Die größte ausländische Bevölkerungsgruppe stammt - bei uns fast schon traditionsgemäß - aus Japan. Rund 800 Japanerinnen und Japaner leben derzeit in Meerbusch. In Zeiten stärkster japanischer Präsenz waren es rund 1200."

Im Jahr 2010 lagen dem Meerbuscher Rat eine Reihe von Anfragen interessierter Städte vor, die eine Partnerschaft beginnen wollten, unter anderem aus Italien und den USA. Den Zuschlag erhielt aber Shijonawate. Dass die Partnerschaft zustande gekommen ist, ist letztlich zu einem nicht unwesentlichen Teil der vermittelnden Hilfe des Japanischen Generalkonsulats in Düsseldorf zu verdanken. Der stellvertretende Generalkonsul, Shinsuke Toda, wohnt in Meerbusch.

Bei der in wenigen Tagen startenden Reise der Meerbusch-Delegation sind ein Besuch im Rathaus und im Stadtparlament der Stadt Shijonawate mit einem Meinungsaustausch mit den Stadtverordneten, der Besuch eines Kindererziehungszentrums und der Besuch eines Zentrums für Schulkantinen geplant. "Wir werden uns zu einem Meinungsaustausch mit dem Generalmanager eines Einkaufszentrums und dem Stadtentwicklungsamtsleiter treffen und die Shijonawate-Oberschule besuchen", sagt Mielke-Westerlage. "Kennenlernen werden wir auch die Mitglieder des Fördervereins für den Bürgeraustausch mit Meerbusch." Auch ein Besuch der Städte Osaka und Kyoto steht auf dem Programm.

Im Anschluss an den offiziellen Aufenthalt werden die Stadtvertreter in Japan noch privat bezahlten Urlaub machen, wie Mielke-Westerlage am Rande einer Ausschusssitzung mitteilte. Klaus Rettig (FDP) hatte angefragt, warum der Aufenthalt der Stadt so kurz sei und auf den Jetlag verwiesen. Mielke-Westerlage erklärte daraufhin, dass sich ein privater Urlaub, der auch privat bezahlt wird, an den offiziellen Teil anschließe. Auch der Gatte der Bürgermeisterin, Rechtsamtsleiter Heinrich Westerlage, reist mit, zahlt aber komplett privat, wie die Stadt zuletzt betonte.

Quelle: RP
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