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Schützen Büderich
Die Tage als König sind gezählt

Meerbusch. Es sind nur noch vier Tage. Dann ist das Schützenjahr für Ralph Brors und seine Königin Elena Riola Suarez schon wieder vorbei.

Sein ganz persönliches Fazit: "Es war einfach nur ein tolles Jahr." Er und seine Frau - mit der er übrigens im Juni Silberhochzeit feiert - hätten mehr als 40 Veranstaltungen wie Schützenfeste oder Krönungen besucht und hätten mit ihrem Hofstaat dabei immer viel Spaß gehabt. Aber von seiner "Hauptrolle" bei den Schützen muss sich Brors nun am Samstag verabschieden und in die "Nebenrolle" zurückgehen. Damit hat er aber kein Problem - auch wenn ihm schon ein bisschen wehmütig wird, wenn er daran denkt, die Schützenketten abzugeben.

Traditionell darf der noch amtierende Schütze beim Schießen auf die Platte den ersten Schuss abgeben. Dabei trägt er dann noch die große, mehrere Kilogramm schwere Schützenkette. Im vergangenen Jahr war Brors der einzige Bewerber für den Titel und hatte mit dem dritten Schuss getroffen. Wer sein Nachfolger wird, steht natürlich noch nicht fest. "Es werden einige Namen gehandelt, aber es haben alle noch bis Samstag um 15 Uhr Zeit , sich zu bewerben." Der Schützenvorstand entscheidet dann über die Reihenfolge, wie geschossen wird - und legen damit indirekt das Ranking fest.

Der Ablauf am Samstag: Um 14.30 Uhr kommen alle Ehrengäste, Schützen und Musikzüge im Gasthaus Krone an der Moerser Straße zusammen. Der Zug stellt sich um 15.15 Uhr an der Holbeinstraße/Moerser Straße auf und marschiert über die Büdericher Allee, den Brühler Weg bis zur Friedenstraße. Dort ist um 15.30 Uhr die Abschlussparade zu Ehren des scheidenden Schützenkönig-Paares. Um 16 Uhr beginnt das traditionelle Schießen auf die Pfänder von Schützen-, Jungschützen- und Ehrenvogel. Nachdem die Pfänderschützen feststehen, werden mit dem Rumpf von Ehren- und Jungschützenvogel die jeweiligen Majestäten ermittelt.

Erst zum Abschluss gegen 18 Uhr treten der oder die Bewerber um die Regentschaft der Börker Schützen ans Gewehr. Ist die Königsplatte gefallen, geht alles ganz schnell. Die ersten Fotos mit Silber und Platte werden geschossen, das Regiment unter Kommando von General Herbert Richter aufgestellt, und schon geht es ins Zelt auf den Dr.-Franz-Schütz-Platz. Dort herrscht Feierlaune, und nur die Musikzüge haben noch Arbeit vor sich. Dem Bundestambourcorps Rheintreue und dem Bundesschützenfanfarencorps 1968 fällt jedes Jahr die Aufgabe zu, zur königlichen Residenz zu ziehen, um die künftige Königin mit klingendem Spiel zum Zelt zu geleiten. Beim Proklamations- und Tanzabend werden ab 19 Uhr allerdings nicht nur die neuen Majestäten vorgestellt, sondern auch die erfolgreichen Schützen mit den Pfänderorden ausgezeichnet.

Für das Königshaus beginnt mit diesem Festabend der Countdown zum Schützenfest. Denn innerhalb von drei Wochen müssen für den Höhepunkt des Schützenjahres das Kabinett und die Hofdamen bestellt, Anzüge und Kleider ausgesucht und gekauft werden.

Ralph Brors und sein Hofstaat haben sich für den Abend fest vorgenommen, "zu feiern und zu tanzen" und das Jahr als Majestäten heiter abzuschließen. Für den Hofstaat steht schon jetzt fest: "Wir treffen uns dann weiter jeden Monat, weil die Freundschaft ja bleibt." Brors weiß schon jetzt, dass er Samstag noch mal in seinen schwarzen Anzug steigen wird, seine Frau Elena wird zwar nicht im Abendkleid erscheinen, dafür aber trotzdem passend, "so dass sie gut mitfeiern kann", so ihr Ehemann. Anke Kronemeyer/Mike Kunze

Quelle: RP
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