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Sinfonische Blasmusik Trifft Moderne
Herbstkonzert des Böhler-Orchesters im Alten Kesselhaus

Meerbusch. Der Hinweis ist deutlich: "Sie hören heute Musik, wie Sie sie bisher wahrscheinlich noch nie gehört haben." Geheimnisvoll bereitet Klarinettist Andreas Lind das Publikum in dem voll besetzten Alten Kesselhaus - darunter Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Wirtschaftsförderin Heike Reiß - auf den Auftritt des Sinfonischen Blasorchesters Böhler vor. Der Konzerttitel "Licht.Gestalten" schraubte die Erwartungen hoch.

Peter Koch, der seit zwei Jahrzehnten den Taktstock in der Hand hält, hat für sein begabtes, junges Team Titel gewählt, die jedem einzelnen Musiker viel abverlangen. Die Werke von Franco Cesarini, Oscar Navarro, Michael McDermatt, Michael Markowski, José Alberto Pina und Alfred Reed basieren auf Horrorgeschichten, Erzählungen der Bibel und griechischer Mythologie. Tiefe Bässe, melodische Klarinetten-Passagen und junge E-Gitarren-Soli füllten das zur aufwühlenden Musik passende Ambiente des Alten Kesselhauses.

"Seit Mitte Januar haben wir diese unglaublichen tollen Stücke geprobt", erzählt Koch. Das Herbstkonzert des Blasorchesters ist Tradition geworden - nicht jedoch der Konzertraum. Dass es 2017 die Halle auf dem Areal Böhler ist, hat einen Grund. "Wir haben uns gewünscht, dass 'unser' Orchester in dieser Eventhalle auftritt", sagt Standortmanager Patric Gellenbeck. Die Musiker sind auf dem Areal zuhause, proben in den mietfrei zur Verfügung gestellten Räumen und fühlen sich hier wohl.

Trotz der Unterstützung kann Koch nicht alle Instrumente einsetzen, die nötig wären: "Heute haben wir per Keyboard das abgefangen, was Vibraphon, Röhrenglockenspiel und Harfe zugedacht war." Noch dringender aber sucht er einen Bariton-Saxophonisten: "Für moderne Big-Band-Kompositionen." Drei erklatschte Zugaben beweisen, dass es sich lohnt, zu den Blasmusikern zu gehören.

(mgö)
 
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