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Atp-Tennisturnier Am Eisenbrand
Mayer und Haider-Maurer treffen sich heute zum kleinen Finale

Atp-Tennisturnier Am Eisenbrand: Mayer und Haider-Maurer treffen sich heute zum kleinen Finale
Mit viel Schwung zum Sieg: Jeremy Jahn aus Deutschland gewann gestern sein Einzel gegen Inigo Cervantes 6:4, 7:6 FOTO: Stephan Frings-Mara (2)/dpa
Meerbusch. Tennisspieler, auch die besten, brauchen meist ein, zwei Matches, um in ein Turnier hineinzufinden.

Deshalb haben Außenseiter am Anfang eines Turniers die besten Chancen, die "Big Guys" zu bezwingen. So ist es auch beim Bucher Tennis Grand Prix auf der Anlage von Grün-Weiß-Rot Büderich. So musste Dustin Brown (Weltrangliste 114), der in Büderich an Position drei gesetzt war, bereits in Runde eins die Segel streichen. Marc Sieber (WR 365) hatte sich durch die Qualifikation gespielt und war nach drei Quali-Matches schon im vollen Wettkampfrhythmus. Heute allerdings ist die Zeit des Abtastens, des Suchens nach der eigenen Leistung endgültig vorbei. Heute stehen nur noch die besten Acht des Challenger-Turniers auf den Courts, es ist Viertelfinalzeit. Und eines der vier Einzelmatches hat es besonders in sich. Die Partie Florian Mayer (WR 62) gegen Andreas Haider-Maurer (WR 842) scheint zwar auf dem Papier ein klare Sache zu sein, aber Papier ist geduldig. Der Österreicher Haider-Maurer hatte sich im Jahr 2015 Weltranglisten-Platz 47 erspielt, auch, weil er mit Jo-Wilfried Tsonga (WR 16), Tommy Robredo (WR 18) und Ernesto Gulbis (WR 17) Top-20-Spieler bezwungen und das Meerbuscher Challenger gewonnen hatte. Dann aber stoppte den inzwischen 30-jährigen Österreicher eine Fußverletzung. Eineinhalb Jahre Pause ließen Haider-Maurer in der Weltrangliste nach hinten purzeln. Von der Verletzung ist derweil nichts mehr zu spüren, die Form kommt zurück. Fraglich ist nur, ob es auch gegen den Meerbusch-Sieger 2016 reichen wird, denn Mayer ist in guter Form. Der Bayreuther war schon auf Platz 18 der Weltrangliste notiert, aber das ist ja in Reichweite von Haider-Maurer. Dieses heutige Viertelfinale dürfte das vorweggenommen Endspiel sein.

In die Runde der letzten Acht spielten sich auch noch der Ägypter Karim Mohamed Maamoun (WR 276), Jeremy Jahn (WR 202), Aleksandr Nedovyesov (WR 230) aus Kasachstan, der Spanier Nikola Kuhn (WR 246), Vaclav Safranek (WR 205) aus Tschechien und Ricardo Ojeda Lara (WR 226) aus Spanien, der gegen Markus Eriksson (WR 373) aus Schweden 6:4, 6:3 gewann. "Eine Prognose, wer das Finale erreicht, kann man nicht zuverlässig abgeben. Die Jungs können alle Tennis spielen. Das entscheiden oft nur ganz kleine Details", so ATP Supervisor Hans-Jürgen Ochs.

Tino Hermanns

Quelle: RP
 
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