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St.-Mauritius-Therapieklinik
Patienten werden zu Zirkusleuten

Meerbusch. Wo reiten Cowboys auf wilden Mustangs? Wo balancieren Ballerinas in schwindelerregender Höh'?

Wo gibt es tanzende Tiger, dressierte Schmetterlinge und jonglierende Clowns? Na klar: im Zirkus "Total genial". Durch tollkühne Artisten und exotische Tiere verwandelte sich das Foyer der St.-Mauritius-Therapieklinik in eine Manege voller Farbe und Fantasie.

Denn ist es nicht immer die Fantasie, die gemeinsam mit Spiel und Humor aus unserem Alltag plötzlich etwas ganz Besonderes zaubert? Wie wichtig es ist, diesen Zauber immer wieder in unseren Alltag zu holen, zeigte ein gutes Dutzend Kinder, die derzeit in der Neuropädiatrie der Osterather Klinik behandelt werden. Gemeinsam mit ihren Therapeuten, Musik- und Theaterpädagogen stellten sie ein fast einstündiges Programm auf die Beine. Dabei sangen sie nicht nur mit der Live-Band im Chor: "Wir sind genial gemacht, schau mich doch mal an!" Nein, sie präsentierten an diesem Abend auch, dass dem wirklich so ist. Denn ganz egal, ob mit Gehhilfe, im Rollstuhl oder festgeschnallt im Stehständer - allen kleinen Künstlern gelang es, ihr zahlreich erschienenes Publikum in die magische Welt des Zirkus zu entführen.

Immer einmal im Jahr, und das schon seit gut zehn Jahren, gibt es Zirkus "Total genial" für Kinder an der St. Mauritius Therapieklinik. "Wir machen mit Zirkuspädagogik einfach wunderbare Erfahrungen", erklärt Theaterpädagogin Gisela Stolze. Denn neben dem vielen Spaß gehe es für die kleinen Patienten auch um elementares Lernen. "Bewegung im Raum und Beschäftigung mit dem eigenen Körper sind in der Therapie zentrale Themen, die spielerisch aufgegriffen werden können." So wachsen die Kinder oft über sich hinaus und vergessen sogar, dass Therapie manchmal nicht nur anstrengend, sondern auch schmerzhaft sein kann.

Und die Freude über die eigenen Fortschritte wurde beim großen Finale gefeiert: Da regnete es bunte Luftballons von der Decke, Konfetti wirbelte durch die Luft und alle tanzten glücklich und gemeinsam in der Manege. Ananda Kordes

Quelle: RP
 
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