| 00.00 Uhr

TV-Sternchen aus Büderich
Peinlich: Freiwald will wieder Präsident werden

TV-Sternchen aus Büderich: Peinlich: Freiwald will wieder Präsident werden
Fotomontage: Dieses Bild postete Walter Freiwald, TV-Moderator, gestern im Internetportal Facebook. Nach seinem ersten Anlauf 2010 versucht der Meerbuscher erneut, das erste Amt im Staate zu erlangen. Den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel hat er schon angeschrieben. FOTO: Screenshot
Meerbusch. Der Wahl-Büdericher Walter Freiwald (62) kann es nicht lassen: Im Internetportal Facebook verkündete der ehemalige Kandidat des RTL-Dschungelcamps gestern mal wieder, dass er Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck werden wolle. Die SPD habe er schon offiziell angeschrieben, berichtete Freiwald gestern unserer Redaktion in einem Telefonat. Joachim Gauck hatte zuvor am Mittag seinen Verzicht auf seine zweite Amtszeit als Bundespräsident öffentlich gemacht. Jetzt wird spekuliert, wer auf den ersten Mann im Staat folgen könnte. Von Sebastian Peters

Der 62-jährige Freiwald, der früher Ansager in der RTL-Show "Der Preis ist heiß" war und später Teleshopping-Sendungen moderierte, lässt im Spätherbst der Karriere keinen Fettnapf aus. Schon 2010 hatte er sich der SPD angedient und sich als Bundespräsidenten vorgeschlagen. Der SPD-Parteivorstand sagte ihm damals in einer kurzen Mitteilung sogar ab. Dies machte Freiwald aber erst 2015 in der RTL-Show "Dschungelcamp" öffentlich.

Gestern postete Walter Freiwald bei Facebook eine Fotomontage, die ihn neben US-Präsident Barack Obama zeigt: "Na dann....der Weg ist frei!", schrieb er darüber. Unsere Redaktion fragte daraufhin bei Freiwald nach: "Ja, ich meine es ernst", sagte der Büdericher, der seit 30 Jahren mit seiner Frau Annette verheiratet ist und mit ihr zwei Söhne hat. "Beim ersten Mal habe ich mich eher aus Spaß beworben. Als meine Frau und ich Fernsehen schauten und gesagt wurde, dass quasi jeder Bundesbürger sich bewerben könne, habe ich ihr gesagt: ,Na, dann schauen wir mal.'"

Durch seine Auftritte im Dschungelcamp, wo er die Bundespräsidentenbewerbung öffentlich machte, würden ihn jetzt auf der Straße immer wieder Menschen ansprechen und ermuntern, sagt Freiwald. Vor zwölf Tagen habe er deshalb erneut an SPD-Chef Sigmar Gabriel geschrieben. "Ich habe noch nichts von ihm gehört. Vielleicht hat er diesmal selbst Ambitionen?", scherzte Freiwald. 2015 reagierte die SPD noch schneller. Als Freiwald damals die Bewerbung im Dschungelcamp öffentlich machte und die Zuschauer dies zunächst für einen Scherz halten mussten, leistete die damalige SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi Publicity-Beihilfe und postete auf der Partei-Facebook-Seite tatsächlich die Bewerbung Freiwalds. Er sei "sehr eloquent, ziemlich bekannt, nicht senil, äußerst sozial und gerecht", schrieb der nie um einen Scherz verlegene Bewerber damals an den SPD-Vorsitzenden. Seine Eltern seien beide jahrzehntelang in der SPD gewesen. Einen Tag danach schrieb ihm die SPD, dass aus der Bewerbung nichts werden könne, da man sich auf Gauck als Kandidaten verständigt habe.

Jetzt wittert Freiwald wieder eine Chance. Warum das alles? Vielleicht liefert eine Bitte am Ende des gestrigen Telefonats den Hinweis. Ob man auf sein immer noch aktuelles Buch hinweisen könnte, fragt Freiwald freundlich. Es ist bei "Schwarzkopf & Schwarzkopf" erschienen und heißt "Frei Schnauze und mit einem Augenzwinkern". Vielleicht also alles doch nur augenzwinkernd gemeint?

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

TV-Sternchen aus Büderich: Peinlich: Freiwald will wieder Präsident werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.