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Vincenz Heereman
Priesterweihe in Rom

Meerbusch. Der aus Bösinghoven stammende Vincenz Heereman ist in der päpstlichen Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom von Kardinal Beniamino Stella zum Priester geweiht worden.

Rund 30 Mitreisende, darunter viele aus Bösinghoven, begleiteten ihn.

Vincenz wurde als fünftes von sechs Kindern geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Ossum-Bösinghoven auf Haus Gripswald, ging in Bösinghoven in den Städtischen Kindergarten "Am Nussbaum", besuchte die St.-Martinus-Grundschule in Strümp. Er war Messdiener in St. Pankratius und Mitglied der Theatergruppe der Vikarie.

Der heute 32-Jährige meinte schon sehr früh, eine geistliche Berufung zu verspüren. Ob seine Motive damals jedoch wirklich "edel" oder eher seiner Gemütlichkeit geschuldet waren, ist ungeklärt: Mit vier Jahren war er mit Mutter und Geschwistern auf einer Familienfreizeit. Für den Abschlussabend sollten die Kleinen einen Formationstanz einüben. Vincenz, damals keineswegs ein Liebhaber sportlicher Betätigungen, schaute sich das Ganze skeptisch an, während seine Mutter vergeblich versuchte, ihn zum Mittanzen zu bewegen. Plötzlich zupfte er sie am Rockzipfel und fragte: "Mami, müssen Bischöfe tanzen können?" Auf das "Nein" seiner Mutter, der Theologin Freifrau Michaela Heereman, antwortete er höchst befriedigt: "Dann werd' ich Bischof."

Schon in der Grundschule schrieb er in die "Meine Klasse-Bücher" bei der Frage nach dem Berufswunsch: "Mönch"! Wie ernst er es damit meinte, merkte sein großer Bruder Sylvester, als dieser ihm im Jahr 1994 bei einem Spaziergang vorsichtig erklären wollte, dass er sich entschlossen habe, Theologie zu studieren, um Priester zu werden. Vincenz, damals 10 Jahre alt, schaute etwas ungehalten zu ihm hoch und sagte trocken: "Du Nachmacher!" Die Heimatprimiz ist am 16. April um 11 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche.

Quelle: RP
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