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Meerbusch
Strümper stehen sich selbst im Weg

Meerbusch: Strümper stehen sich selbst im Weg
Der Einsatz des angeschlagenen Strümper Mittelfeldspielers Kevin Lehr am Sonntag ist fraglich. FOTO: Falk Janning
Meerbusch. Bezirksliga Schlusslicht Strümp will den "Bock umstoßen". Der Bezirksligist empfängt Sonntag nach sieben Niederlagen Fortuna Dilkrath. Der OSV Meerbusch fährt nach Waldniel, der FCB nach Neuss. Von Falk Janning

"Wir lassen uns nicht entmutigen", sagt Stefan Poetters. Doch so richtig glauben mag man das dem Trainer des SSV Strümp nicht, der nach der letzten Pleite arg geknickt wirkt. Der jüngste Nackenschlag, die 2:3-Niederlage gegen den bis dahin sieglosen Tabellenletzten Bracht, zeigte Wirkung bei den Rothosen. Ratlosigkeit und Frust sind durch die achte Niederlage im neunten Spiel noch weiter gewachsen. Schnell hatten die Strümper mit 0:2 zurückgelegen, zum 2:2 ausgeglichen und schließlich doch noch verloren. "Das ist doch ein Wahnsinn", sagt Poetters. "Jede Woche verlieren wir nach ähnlichem Muster, immer wieder stehen wir uns selbst im Weg, leisten uns schlimme Abwehrschnitzer." Seine Mannschaft ist nach der siebten Pleite in Folge Schlusslicht der Bezirksliga, hat schon fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Für den 48-Jährigen ist der Fehlstart dabei eine ganz neue Erfahrung. "So schlecht bin ich in meiner Karriere noch nie in die Saison gestartet", sagt er. Am Sonntag in der Partie gegen den Tabellen-14. Fortuna Dilkrath (15.15 Uhr, Fouesnantplatz) will die Truppe "endlich den Bock umstoßen", so der Coach. "Wir wollen versuchen, über den Kampf ins Spiel zu kommen." Kämpferisch seien die Vorstellungen seiner Schützlinge bislang fast immer gut gewesen. An einer fehlenden Einstellung macht er die Niederlagenserie deshalb nicht fest.

Stattdessen vermutet er fehlende Fitness. "Einige trainieren zu unregelmäßig, sind nur einmal pro Wo-che bei den Übungseinheiten. Das ist zu wenig, um in der Liga mithalten zu können. So können sich auch die Abläufe in der Vierer-Abwehrkette nicht einspielen und wir kassieren immer wieder Gegentore." Poetters hat ganz nach dem Motto "nur der Fleißigste wird belohnt" das Training angezogen, will den konditionellen Rückstand beseitigen. "Das macht sich im Training schon bemerkbar, Bereitschaft und Tempo haben in dieser Woche deutlich zugenommen. Ich habe das Gefühl, das wir auf dem richtigen Weg sind", so der Trainer.

Aufsteiger OSV Meerbusch hat sieben Punkte mehr auf dem Konto als der SSV. Am Sonntag (15.15 Uhr, Haversloh, 41366 Schwalmtal) spielen die Blau-Weißen beim Tabellenvorletzten SC Waldniel. "Bloß nicht verlieren", sagt Trainer Micky Foehde. "Wir wollen den Fünf-Punkte-Vorsprung verteidigen." Der Coach vertraut dabei dem Kader, der 1:4 gegen den FC Aldekerk unterging. Bis auf Emreh Arslan, dessen Einsatz wegen eines schmerzhaften Pferdekusses noch fraglich ist, hat der OSV alle Aktiven zur Verfügung.

Der FC Büderich tritt am Sonntag (15 Uhr, Norfer Weg, 41468 Neuss) beim SV Uedesheim an, nachdem er tags zuvor gegen Fortuna gespielt hat.

Quelle: RP
 
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