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Meerbusch
Tausende genießen Sonnenblumensonntag

Meerbusch: Tausende genießen Sonnenblumensonntag
Den ganzen Tag über gab es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm - hier die Tanzschule Mavius. Auf dem ganzen Fest rund um die Dorfstraße und den Dr.-Franz-Schütz-Platz waren 1300 knallgelbe Sonnenblumen dekoriert. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. So viele Besucher wie noch nie, eine entspannte Stimmung, gut gelaunte Einzelhändler und Gastronomen: Der zehnte Sonnenblumensonntag machte seinem Namen alle Ehre. Aktionsflächen waren mit 1300 Blumen dekoriert. Von Philippa Baurmann und Anke Kronemeyer

Wildbratwurst, Flammkuchen, Falafel, Himbeertörtchen, Kürbissuppe, Meerbusch-Burger, Reibekuchen oder Sansibar-Currywurst: Wer die Dorfstraße entlang schlenderte, hatte die Qual der Wahl. Was sollte man essen? Die einen fingen schon um kurz nach 11 Uhr mit einer großen Portion Pommes frites an, um dann zwei Stunden später ein Eis zu schlecken, weitere zwei Stunden später sich eine Currywurst zu teilen - und darauf dann ein Alt-Bier zu trinken. So oder ähnlich war der Tagesablauf von vielen, die sich gestern ab dem Vormittag bis in den Abend hinein auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz und an der Dorfstraße in Büderich aufhielten. Lange an einem Stück gehen konnte man kaum: Entweder staute sich eine Traube von Menschen am Glücksrad oder dem Gewinnspiel - oder man traf auf Bekannte und blieb einfach mal auf einen Plausch mitten auf der Straße stehen.

Japan in Büderich: Claudia Dittrich (Mitte) probiert mit Hilfe von Roxanne Draeger (li) und Rebecca Hemer einen Kimono an. FOTO: Dackweiler Ulli

"Es war einfach nur ein toller Tag", freuten sich die Veranstalter um Andreas Galonska und Robert Selders von der Werbe- und Interessengemeinschaft, Petra Schlieter von der veranstaltenden Event-Agentur und Heike Reiß als Wirtschaftsförderin der Stadt Meerbusch. "Der beste Sonnenblumensonntag, den wir je veranstaltet haben, mit noch mehr Besuchern als sonst", waren sie sich am Abend einig. Alle hatten sich schon am Samstagabend zu einem kleinen Experiment getroffen: zum Pre-Opening des Aktionstages bei Wein, Alt und Currywurst. Galonska hatte einen Verkaufsstand und mehrere hundert Liter Füchschen-Alt organisiert und lud zum "Trinken für einen guten Zweck" ein. Denn der Erlös des Bierverkaufs geht nach Abzug der Kosten auf das Konto für eine neue Weihnachtsbeleuchtung, die ab dem Winter 2017 zumindest in Teilen im Ortskern installiert werden soll. Und weil die rund 50.000 Euro kostet, wird bereits jetzt gesammelt. Galonska: "Es sind sogar schon Spenden eingegangen - mal 50 Euro von Privatleuten, mal 1000 Euro von Firmen." Dass sie mit ihrem Bier etwas Gutes tun konnten, ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen. Galonska: "Nach den ersten 800 Litern haben wir noch mal 300 Liter nachbestellen müssen."

Die Geschäftsleute, die gestern ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag öffneten, waren durchweg zufrieden mit dem Kundenansturm. Zum ersten Mal dabei waren Margarete Janzen und Dennis Steinle von der neuen Beautylounge am Pfarrgarten. Sie luden gemeinsam mit Sängerin Ursula in die Seitenstraße und hoffen, dass sich das Fest im nächsten Jahr in ihre Richtung mit einigen Ständen noch erweitert. In einer Seitenstraße stand auch Klaus Unterwainig ("Winterwelt") mit seinem Gastro-Stand und war mit dem Standort ganz glücklich. "Hier scheint die Sonne nicht ganz so stark." Lucilee Rager aus der französischen Patisserie Osterath bot Macarons, Croissants und Törtchen an. Sie und ihr Mann Guillaume hatten die Nacht in der Backstube verbracht, um alles für den Sonnenblumentag fertig zu stellen. Anthony Sarpong führte vor, wie man mit dem Thermomix eine schnelle Kürbissuppe kocht.

Auch der Freundeskreis aus Meerbuschs Partnerstadt Shijonawate stellte sich beim Fest vor. Besucher konnten die Papierfaltkunst Origami ausprobieren und einen Kimono anprobieren. Hilfestellung leisteten hier zwei Düsseldorfer Studentinnen, die jeweils ein halbes Jahr in Japan gelebt haben.

Viele Besucher waren ebenfalls vom Fest begeistert. Charlotte Denecke meint: "Mir hat die Salsa-Aufführung der Tanzschule Mavius sehr gut gefallen. Auch das kulinarische Angebot ist sehr abwechslungsreich. Da ist für jeden etwas dabei."

Für Familie Altenberg aus Büderich endete der Tag übrigens mit einer Überraschung: Sie gewann am "einarmigen Banditen" von Bucher Reisen einen Urlaub auf Lanzarote.

Ein Manko des Festes: die Parkplatzsituation. In direkter Festnähe gab es naturgemäß kaum freie Stellplätze, viele Besucher, die mit dem Auto anreisten, suchten lange nach einem Parkplatz und sorgten dabei für Stau und chaotische Verhältnisse. Am Ende wurde einfach eine freie Wiese als Parkplatz genutzt.

Quelle: RP
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