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Osterath
Tausende schlendern über Maimarkt

Osterath: Tausende schlendern über Maimarkt
Die neunjährige Hanna nutzte den Maimarkt, um sich am Stand des Gartencenters Hoppe einen Blumenkranz zu basteln. FOTO: Orthen/Böhling/Kronemeyer
Meerbusch. 100 Aussteller bauten ihre Stände auf, viele Geschäftsleute öffneten ihre Türen: Alle gemeinsam luden zum Aktionstag in das Ortszentrum. Veranstalter war der Werbe-Interessenring Osterath. Von Lea Böhling und Anke Kronemeyer

Lange stand nicht fest, ob überhaupt ein verkaufsoffener Sonntag in Osterath stattfinden kann. Der Stadtrat hatte ihn zwar genehmigt, aber in anderen Städten hat die Gewerkschaft Verdi erfolgreich gegen solche Aktionstage des Handels geklagt. Darum wussten auch die Osterather Geschäftsleute nicht, ob sie nun letztendlich öffnen konnten. "Der Maimarkt hätte trotzdem stattgefunden", so Yvonne Einhirn von der Agentur "Eingedeckt" aus Kaarst. Aber so - mit offenen Geschäften und den 100 Ständen vor den Türen - sei es natürlich viel schöner und stimmiger. Die Hängepartie sei zudem mit ein Grund gewesen, dass die Veranstalter nicht wirklich offensiv Werbung für den Tag gemacht hatten.

Egal: Gestern schoben sich die Massen durch die Straßen von Osterath. Und das in aller Seelenruhe. Denn alle hatten Zeit, keiner musste sich hetzen, die Familien hatten sich nichts anderes vorgenommen, als die Kinder auf die kleine Eisenbahn zu setzen, dem Bühnenprogramm zuzuhören, ein Crêpes oder eine Bratwurst zu essen, sich Obst und Gemüse für zuhause mitzunehmen oder einfach mal einen Plausch mit Freunden zu halten.

Viele Besucher genossen das tolle Wetter auf den Terrassen. FOTO: Anne Orthen

Einige Aussteller - wie Sabine Birgels und Stephan Ansey mit ihren Meerbusch-Herzen - waren zum ersten Mal dabei, andere sind Stammgäste. Wie Familie Frenken und ihr Team, das Tomaten, Erdbeeren und natürlich Spargel verkaufte. "Wir sind seit mehr als 20 Jahren dabei, selten war das Wetter so gut", erzählt Renate Frenken Sie erinnert sich daran, dass vor Jahren viel mehr Handwerker sich und ihre Arbeit präsentierten - darum heißt die Aktion landläufig auch immer noch Handwerkermarkt. An vielen anderen Ständen konnten die Besucher selber mit anfassen und ausprobieren. Wie am Töpferstand von Ellen Rhein. Sie ist mit ihren Töpferkursen das erste Mal auf dem Maimarkt vertreten. An der Töpferscheibe konnten Besucher eigene Tongefäße gestalten und sich zeigen lassen, worauf es beim Töpfern ankommt.

"Wir mussten wirklich für den Maimarkt kämpfen", sagt Tanja Stockhausen, Vorstandsmitglied des Werbe-Interessenrings Osterath. Sie ist mit ihrem Schmuckladen in der Einkaufsgasse von Osterath angesiedelt und spricht sich für verkaufsoffene Sonntage und den Mai- und Nikolausmarkt aus. Für sie gehören Markt und Sonntag zur Kultur und sind ein Qualitätsmerkmal für Osterath. Es gehe ja darum, Osterath attraktiv zu halten und beleben, so Stockhausen. Wichtig bei der Entscheidung von verkaufsoffenen Sonntage sei, dass nicht die offenen Läden, sondern die Feste im Mittelpunkt stehen. "Wir machen nicht mehr Umsatz, obwohl meine Mitarbeiter heute mit ganz viel Elan dabei sind. Es geht mehr um den Werbeeffekt und den entspannten Kontakt mit Kunden", sagt Geschäftsfrau Adelgunde Schmolt.

Sabine Birgels und Stephan Ansey mit ihren Meerbusch-Motiven. FOTO: Anne Orthen
Quelle: RP
 
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