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Meerbusch
TDL verpasst Sieg in Schlusssekunde

Meerbusch. Als Phillip Menkenhagen Treudeutsch neun Sekunden vor der Schlusssirene erstmals in Führung wirft, scheint die Partie gegen die HSG Mülheim aus Lanker Sicht doch noch ein glückliches Ende zu nehmen. Doch es kommt ganz anders: In den verbleibenden Sekunden holen die Gäste einen Sieben-Meter-Strafwurf heraus und verwandeln ihn zum 24:24 (11:9)-Sieg. Die Gastgeber sind nach der Schlusssirene zwar enttäuscht, dass ihnen der sicher geglaubte Erfolg noch aus der Hand glitt. Sie müssen insgesamt aber zufrieden sein mit der Punkteteilung, weil die Mülheimer zuvor 59 Minuten lang in Führung gelegen und die Partie weitgehend dominiert hatten.

Wütend sind die Lanker Spieler und ihre Fans aber auf die Unparteiischen, die in der Schlusssekunde auf Sieben-Meter-Strafwurf entschieden. Es war eine höchst umstrittene Entscheidung, die kaum einer verstehen konnte. "Schieber, Schieber"-Rufe dröhnten durch die Forstenberg-Sporthalle, als die Schiedsrichter fluchtartig das Parkett verließen. Und auch der gefoulte Spieler selbst gab zu: "Das war kein Sieben-Meter Strafwurf." Die Pfeifenmänner blieben aber bei ihrer Entscheidung und brachten die Lanker um das ersehnte Erfolgserlebnis. Zum fünften Mal in Folge gab es keinen Sieg für Blau-Weiß, das sich den Aufstieg so langsam abschminken muss. Drei Punkte beträgt bei noch drei ausstehenden Partien der Rückstand auf den vierten Platz, der in die Oberliga führt.

"Mehr ist bei uns im Moment nicht drin, wir sind derzeit nur Mittelmaß in der Liga", sagte Trainer Hubert Krouß nach der packenden aber keinesfalls hochklassigen Partie gegen den Tabellenvorletzten.

TDL: Sebastian Gronwald, Toni Leygraf - Daniel Holler, Henrik Giesler, Frederik Rothe, Phillip Menkenhagen 5, Stefan Leuchten, Jan Verholen 7, Florian Upelj 2, Tim von Bösekom 2, Mohamed Al-Bonie, Denal Forcakovic 5, Eric Reiners 2, Christoph Reiners 1.

Die Treudeutsch-Damen kamen in der Oberliga zu einem ungefährdeten 40:29 (24:19)-Erfolg bei der HSG Solingen-Gräfrath. Beste Werferin war bei ihrem ehemaligen Verein Madeleine Hofmann mit zehn Toren. Die weiteren Treffer erzielten Melissa Fay 1, Kathrin Näckel 2, Christina Schaffrin 1, Britta bellers 5, Laura Becker 2, Birte Pitzen 9, Asya Lippert 1, Silke Bellers 2, Sarah Rayani 4, Joana Jeschke 2 und Marlen Klaudius 1.

(jan)
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