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Meerbusch
Telefonbetrüger durchschaut

Meerbusch. Bei einer Frau aus Strümp war der falsche Polizist an der falschen Adresse.

Die Betrugsversuche reißen nicht ab: Am Sonntag, gegen 22 Uhr, folgten Polizeibeamte der Wache Meerbusch dem Hilferuf einer 68 Jahre alten Frau aus Strümp. Sie hatte zuvor einen Anruf erhalten.

Die Streifenpolizisten vermerkten später in ihrer Strafanzeige: "Die Melderin wurde von den Beamten befragt. Sie gab an, dass sie um 21.55 Uhr einen verdächtigen Telefonanruf erhalten habe. Der Anrufer habe sich als Polizeibeamter ausgegeben und ihr mitgeteilt, dass zwei Straßen weiter Einbrecher gefasst worden seien, die eine Namensliste mit weiteren Tatopfern mit sich führten. Auf dieser Liste hätte sich auch ihr Name befunden. Die Stimme des unbekannten Tatverdächtigen habe männlich und hell geklungen. Außerdem habe er akzentfrei Deutsch gesprochen. Auf Grund der Stimme schätze die Frau den unbekannten Tatverdächtigen auf ein Alter von circa 30 Jahren. Die Frau aus Strümp behauptete gegenüber dem Anrufer, auf ihren Mann zu warten. Daraufhin äußerte der unbekannte Tatverdächtige, dass er sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut melden würde."

Die Meerbuscherin habe den Anruf richtigerweise als Betrugsversuch eingeschätzt, sagt die Polizei. Dadurch habe sich der Verdacht bestätigt, dass die Geschichte des unbekannten Anrufers frei erfunden war. Es habe weder einen aktuellen Einbruch in der Nachbarschaft noch eine entsprechende Festnahme von Tätern gegeben. Wäre die 68-Jährige dem falschen Polizisten "auf den Leim gegangen", hätte er vermutlich im Laufe des Gesprächs angeboten, Wertsachen und Bargeld in "amtliche Verwahrung" zu nehmen, um das Hab und Gut vor den angeblichen Einbrechern zu schützen. Nach einer Übergabe an einen Boten hätte die Geschädigte ihr Eigentum nie wieder gesehen.

Meldungen über falsche Polizeibeamte am Telefon hat es in den vergangenen Wochen viele gegeben. Deshalb warnt die Polizei eindringlich: "Misstrauen Sie Anrufern, die als angebliche Polizisten oder Staatsanwälte Informationen über ihre Eigentumsverhältnisse erfragen und die Herausgabe von Wertgegenständen fordern. Wenden Sie sich in einem solchen Fall unter einer bekannten Nummer (02131 3000) oder über den Notruf 110 an die Polizei und schildern Sie den Sachverhalt.

Quelle: RP
 
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