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Meerbusch
Tennis: TV Osterath bangt, TC Bovert hofft

Meerbusch. Spannung heute in den Tennis-Ligen: Der TV Osterath kämpft um den Klassenerhalt in der Niederrheinliga. Von Christoph Baumeister

Kann der TV Osterath den bitteren Gang zurück in die 1. Verbandsliga abwenden? Diese Frage wird am Samstag ab 13 Uhr im letzten Saisonspiel der Tennis-Niederrheinliga beim Gladbacher HTC II beantwortet.

Es ist das ultimative Abstiegs-Endspiel, nur der Sieger des heutigen Kellerduells wird sich vor dem Abstieg retten. "Wir gehören in die Niederrheinliga und werden alles dafür tun, diese Klasse zu halten", sagt Trainer Luis Elias, dessen Team seit mehr als zehn Jahren in der höchsten Spielklasse des Tennisverbands Niederrhein, zeitweise sogar in der Regionalliga oder der zweiten Bundesliga vertreten ist. Dort will es bleiben.

Doch die Budgets der Sponsoren fielen von Jahr zu Jahr schmaler aus, so war in dieser Saison Eigengewächs Patrick Elias, der zum Solinger TC zurückkehrte, nicht mehr zu halten. Hinzu kam das personelle Pech, denn in Pascal Müller fiel die gesamte Spielzeit ein Leistungsträger verletzt aus. Pascal Wilkat stand aus beruflichen Gründen nur in den ersten beiden Partien zur Verfügung, so dass die Osterather ihren Kader häufig mit jungen Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen mussten.

Auch am Samstag schickt der TVO alles andere als seine Bestformation auf den Platz. Neben Wilkat und Müller fehlt auch die Nummer eins, der Holländer Tim van Terheijden, da er an seinem Preisgeldturnier in seiner Heimat teilnimmt. Möglicherweise wird er durch seinen Landsmann Peter Lucassen ersetzt. "Ich hoffe nicht, dass die Gladbacher in ihrem letzten Spiel personell noch einmal aufrüsten. Ist das der Fall, dürfte es sehr schwer für uns werden", so Elias.

Sollte der TVO es nicht schaffen, den Abstieg abzuwenden, könnte es im kommenden Sommer seit langer Zeit wieder zum Lokalderby mit dem TC Bovert kommen. Die Mannschaft um Teamkapitän Sebastian Keilholz hat in der zweiten Verbandsliga bislang alle fünf Spiele gewonnen und trifft Samstag (14 Uhr) beim ebenfalls noch ungeschlagenen Kahlenberger HTC zum entscheidenden Gipfeltreffen an.

Gutes Omen für den TCB: Genau vor 20 Jahren gab es dieses Duell schon einmal. Damals behielten die Boverter die Oberhand und stiegen in der Vereinsgeschichte in die erste Verbandsliga auf. "Wir hoffen , dass wir diesen Erfolg wiederholen können", sagt Keilholz. Sorge bereitet dem TCB noch die personelle Lage, möglicherweise drohen alle drei starken Holländer - Vincent van den Honert, Thomas Does und Maarten Witte - auszufallen.

Historisches könnten die Herren 30 des TC Bovert schaffen, die am Samstag ab 13 Uhr im letzten Niederrheinligaspiel bei Spitzenreiter Borbecker TC spielen. Gelingt ihnen jetzt der fünfte Sieg in Folge, winkt erstmals in der Klubhistorie der Aufstieg in die Regionalliga. "Dass wir als Aufsteiger in dieser Ausgangslage sind, ist sensationell", so Sportwart Thomas Ante, der selbst an Position fünf aufschlagen wird. Obwohl die Boverter in Bestbesetzung antreten können, schätzt Ante die Chancen nicht allzu hoch ein: "Wir sind der klarer Außenseiter, in dieser Rolle fühlen wir uns aber sehr wohl."

Quelle: RP
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